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02.02.1990 - 

Termin für "Rios"-Präsentation verlegt

IBM hat die Einführung der AIX-Rechner erneut verschoben

MÜNCHEN (CW) - Das wichtigste "Nicht-Ereignis" der US-Computermesse Uniforum war die zwar erwartete, dann aber doch verschobene Vorstellung der neuen IBM-Workstations. Die AIX-Familie, bisher unter dem Codenamen "Rios" bekannt, soll die RT-Workstations ersetzen.

Ursprünglich sollte die Rechnerfamilie bereits im letzten Sommer präsentiert werden, jetzt rechnen Branchenkenner mit der offiziellen Markteinführung für die nächsten Wochen. Nach Informationen der COMPUTERWOCHE-Schwesterpublikation "Infoworld" steht der Name für die AIX-RISC-Rechner schon fest: Als "System/6000 Power"-Familie sollen sie gegen den Wettbewerb antreten.

Dem britischen Brancheninformationsdienst "Computergram" lagen Informationen vor, nach denen Big Blue wichtige Unternehmensberater und AnaIysten zu einer nicht-öffentlichen Vorführung der Systeme am 8. Februar nach Austin im US-Bundesstaat Texas eingeladen hat. Einer der Analysten meinte, daß IBM den geplanten Sommertermin verschoben hat, nachdem Digital Equipment im Juli mit seinen Mips-RISC-Workstations auf dem Markt gekommen war. Die Armonker hätten es dann nicht geschafft, die Systeme bis Oktober beziehungsweise Ende Januar neu gegen diesen Wettbewerb zu konfigurieren.

Erwartet werden insgesamt sechs neue Modelle, die alle auf einem einzelnen Romp-II-RISC-Prozessor basieren und über den erweiterten Mikrokanal verfügen. Am Low-end bietet IBM einen plattenlosen Arbeitsplatzrechner an. Sein Arbeitsspeicher kann von 4 auf 16 Megabyte erweitert werden, er verfügt wahlweise über Token-Ring- oder Ethernet-Anschlüsse, zwei serielle und einen parallelen Port. Der Prozessor ist mit 16 Megahertz getaktet und schafft 16 Millionen Befehle pro Sekunde (MIPS).

Als nächstes folgt ein System mit Festplatte, das ähnlich wie das PS/2-Modell 70 von 8 auf 64 MB erweitert werden kann, es hat vier Mikrokanal-Slots und eine

20 MHz/20MIPS CPU. Dieses Modell wird es auch als Tower-Version geben.

Aggressive Preispolitik steht zu erwarten

Die Midrange-Systeme sind in doppelten Tower-Gehäusen untergebracht. Die Prozessoren sind hier mit 25 MHz getaktet, die Rechenleistung liegt bei 30 MIPS. Als Top-end-Modell folgt ein äußerlich der 9370 ähnliches Gerät. Hier kann der Hauptspeicher von 16 auf 128 MB erweitert werden, es gibt acht Mikrokanal-Slots und bis zu 8 Gigabyte Festplattenkapazität. Der Prozessor ist hier mit 50 MHz getaktet, bei einer Leistung von 50 MIPS. Für anspruchsvolle Grafikanwendungen soll in allen Geräten der Einbau eines Koprozessors auf Basis des Intel 860 möglich sein. Über die Kosten ist noch nichts bekannt, es heißt aber, daß IBM bei diesen Rechnern mit sehr aggressiven Preisen in den

Markt gehen will. +