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EDV im Nahen Osten

IBM, ICL, NCR, sonst gar nichts

13.06.1975

ST. AUGUSTIN - Die Länder im Nahen Osten haben sich mit der Hardware im wesentlichen auf drei Firmen festgelegt: IBM und ICL liefern die großen und mittleren Rechner, NCR kleine Systeme und Bürogeräte. Weil sie sich davon einen besseren Kundendienst versprechen, mieten die Länder nach Feststellungen der Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung (St. Augustin) sogar Tape-Recorder und Datensammelsysteme der Firma MDS über NCR. Deutsche Hersteller sind praktisch unbekannt, obwohl die Datenverarbeitung hohe Priorität hat.

Stark verbreitet ist im Nahen Osten die "Datenverarbeitung außer Haus", weil Datenverarbeitung vor allem in Rechenzentren betrieben wird, deren Kapazität die öffentliche Hand gegen eine relativ geringe Schutzgebühr staatlichen wie privaten Institutionen zur Verfügung stellt. Da jedes Rechenzentrum eine größere Zahl von Benutzern hat, werden die installierten Anlagen in der Regel mehrschichtig gefahren.

Jedes Rechenzentrum hält Aus- und Fortbildungskurse für seine Mitarbeiter und die der Kunden ab. Wissenschaftler werden dagegen für den ganzen Nahen Osten ausschließlich in den speziellen Hochschulinstituten in Kairo und Alexandria ausgebildet. Diese Informatik-Ausbildung erfolgt mit Unterstützung der UNESCO. Obwohl Ägypten einen Ausbildungsschwerpunkt bildet, steckt die EDV-Anwendung noch in den Anfängen: die Rechner werden vorwiegend für Statistiken eingesetzt; an der Spitze der Datenträger steht noch die Lochkarte; DFÜ und DFV sind nicht aktuell, weil das Telefonnetz nicht annähernd solche Arbeiten ermöglicht. -py