Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Software- und Verkehrsprobleme sorgen für Ärger

IBM in Atlanta - keine reife Leistung

26.07.1996

Wettkampfergebnisse von den verschiedenen Austragungsorten wurden aufgrund technischer Probleme nur schleppend oder gar nicht zu den Medienvertretern und den sportlich interessierten Surfern im World Wide Web übertragen. Vielfach reichten Mitglieder des olympischen Organisationskomitees die Resultate handschriftlich an die Journalisten weiter. Zeitweilig erhielten die 17000 akkreditierten Journalisten in der amerikanischen Südmetropole nicht einmal die Listen der Athleten, die für einzelne Wettbewerbe gemeldet hatten.

Auch die Sportler hatten unter den Softwareproblemen zu leiden. So standen am ersten Wettkampftag drei Basketballspieler aus Litauen mit falschen Rückennummern auf dem Platz - Fehler bei der Datenübertragung sollen die Ursache gewesen sein. Beobachter geben allerdings nicht allein der IBM die Schuld an der Malaise. Die totale Kommerzialisierung der Spiele habe dazu geführt, daß eine Vielzahl von Herstellern - vor allem Telecom-Unternehmen - ins Boot geholt wurden. Das mangelhafte Zusammenspiel aller Beteiligten scheint die Ursache der meisten Probleme zu sein.

IBM hat einem Bericht der "Financial Times" zufolge rund 40 Millionen Dollar für das Privileg gezahlt, als hauptverantwortliches Unternehmen sein Logo unter die olympischen Ringe setzen zu dürfen. Rund um die Uhr sind die Techniker nun dabei, die Probleme zu lösen, um die Peinlichkeit in Grenzen zu halten.

Dabei kommt dem IT-Konzern unfreiwillig die Stadt Atlanta zur Hilfe, die die öffentliche Aufmerksamkeit auf ihre gravierenden Verkehrsprobleme zieht. Busse bleiben stundenlang im Stau stecken, Fahrer machen sich aus dem Staub, weil die mäßige Bezahlung den Streß nicht aufwiegt.

Britische, polnische und ukrainische Ruderer entführten sogar kurzerhand einen Bus, der das olympische Dorf eigentlich in Richtung Hockey-Stadion verlassen sollte, um zu ihrer Regatta- Strecke zu gelangen. Die Unzufriedenheit unter den Athleten ging soweit, daß die britische Delegation offiziell Protest beim IOC eingereicht hat.