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30.05.1997 - 

100 Millionen Dollar Zusatzinvestitionen

IBM investiert in Forschung und Entwicklung fürs Web

Die Kernentwicklungen finden in den Bereichen Conferencing- und Video-Anwendungen, Web-Site-Management und Java statt. Vor allem Sunsofts Internet-Programmiersprache steht bei den Entwicklern von Big Blue hoch im Kurs. "Wir glauben an Java. Wir arbeiten so eng wie möglich mit allen Business-Units zusammen, um die beste Technik in IBM-Produkte zu integrieren - je schneller, desto besser", bekräftigte Stuart Feldman von IBMs Network Computing Software Department.

Ein Produkt, das bereits auf diese Weise entstanden ist, geht in den kommenden Wochen in den Betatest und soll demnächst wahrscheinlich mit Lotus' "Domino Action" ausgeliefert werden. "Web Cutter" für Java basiert auf den Java Foundation Classes und soll Webmastern die Verwaltung eines komplexen Intranets mit Hilfe einer detaillierten grafischen Abbildung der Struktur erleichtern. Laut IBM ist damit die Administration eines Intranets mit 10000 angeschlossenen Rechnern möglich. Web Cutter liefert unter anderem Informationen über den physikalischen Lagerort von einzelnen Uniform Resource Locators (URLs), den Datendurchsatz und eventuelle Ausfälle von beteiligten Servern und tritt damit in direkte Konkurrenz zu Microsofts "Site Server Usage Analyst", den die Gates-Company durch Zukauf der Firma Netcarta in ihr Portfolio aufnehmen konnte.

Eine weitere Java-basierte Anwendung, die sich im Entwicklungsstadium befindet, ist die Konferenz-Software "Web Collab". Das Produkt soll es Anwendern ermöglichen, während einer Telekonferenz über das Intranet statische visuelle Informationen wie Grafiken und Schaubilder einzublenden. Dabei können mittels einer "Live-Pointer"-Technik, die Mausbewegungen eines Benutzers in Echtzeit nachvollzieht, auch Anmerkungen zu einzelnen Teilen einer Präsentation erfolgen.

Zu den weiteren Entwicklungen gehören etwa die Software "Bambaphone", die einen herkömmlichen Multimedia-PC in ein bidirektionales Bildtelefon verwandelt, verschiedene Com- piler - darunter ein Just-in-Time-Compiler (JIT) für Java und ein Full-Reference-Java-Compiler mit dem Codenamen "Jikes". Außerdem arbeitet die IBM an einem ressourcensparenden Web-Browser, der in der Version des hauseigenen Betriebssystems OS/2 für Network Computer (NCs) zum Einsatz kommen könnte.