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15.10.2004

IBM investiert in Mainframes

On-Demand-Business und Zukunftsmärkte stehen im Zentrum der Mainframe-Strategie von IBM.

Die Großrechner erleben derzeit ein Revival: Seit dem Jahr 2000 verzeichnet Big Blue steigende Verkaufszahlen. In den letzten drei Geschäftsquartalen lagen IBMs Z-Series-Umsätze gar um 30 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Damit es so bleibt, will das Unternehmen die Rolle des "Big Iron" in Schlüsselbranchen und Zukunftsmärkten verstärken.

Im südfranzösischen Montpellier richtet IBM eine Mainframe-basierende On-Demand-Umgebung für Banken ein. Diese soll exemplarisch demonstrieren, wie sich die Entwicklung von Kundenangeboten und Services beschleunigen, die Sicherheit verbessern und die Gefahr von IT-Ausfällen reduzieren lassen. Darüber hinaus will Big Blue Referenzarchitekturen für Finanzanwendungen, Versicherungen, den öffentlichen Dienst, den Handel und andere Branchen vorlegen. Solche - auf der Basis von Kundenbefragungen zusammengestellten - praxisorientierten Architekturen sollen helfen, schneller On-Demand-Umgebungen aufzubauen.

IBM strebt mehr Partnerschaften mit unabhängigen Softwarehäusern an, um das Spektrum der Mainframe-Anwendungen zu verbreitern. Gleichzeitig soll mit einer Reihe weltweit ausgewählter Universitäten enger zusammengearbeitet werden, um bis zum Jahr 2010 rund 20000 neue Mainframe-Spezialisten auszubilden.

Auch das technische Umfeld der Mainframes wird weiter verbessert. Das seit Jahren in Fluglinien und Banken bewährte Betriebssystem "z/Transaction Processing Facility" (TPF) erfährt eine Rundumerneuerung. Es soll künftig auf 64-Bit-Z-Series-Servern Linux unterstützen, um als hybride Betriebsumgebung flexibler einsetzbar zu sein. TPF soll künftig bis zu 25 000 Transaktionen pro Sekunde bewältigen. Damit die Netzkonnectoren nicht zum Engpass werden, entwickelt IBM für die Z-Series einen 10-Gigabit-fähigen Ethernet-Adapter "OSA-Express 2".

IBM teilt ferner mit, sein Engagement im Zukunftsmarkt China weiter zu intensivieren. Dort wird ein Center eröffnet, das insbesondere für Benchmarking und Proof of Concepts im Mainframe-Bereich vorgesehen ist. Ferner entsteht ein Team für technischen Support und Services. Ausgewählte Universitäten im Land erhalten Großrechner, Speicher und zugehörige Software. IBM hilft bei der Entwicklung von Lehrplänen, um schleunigst genügend einheimische Fachkräfte heranzubilden. Spezielle Teams sollen Unternehmen und Regierungsstellen in Mainframe-Fragen beraten. (ls)