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06.05.1988 - 

US-Luftfahrtbehörde plant komplette Automatisierung:

IBM kämpft um 8-Milliarden-Dollar-Auftrag

WASHINGTON (IDG) - Ungewiß ist nach wie vor, ob die IBM Corp. einen der größten amerikanischen Zivil-Aufträge ergattern kann. Mit Big Blue streitet nämlich Hughes Aircraft um den Zuschlag für ein Automatisierungssystem (AAS) für die US-Behörde Federal Aviation Administration (FAA).

Bis zum Jahre 2010 will die FAA die gesamte DV-Ausstattung von 23 Flugrouten-Kontrollzentren sowie von 300 Towers erneuern. Geschätztes Volumen dieser Ausschreibung: 8,5 Milliarden Dollar. Dabei stellt die Behörde hohe Ansprüche an das Automatisierungssystem sowie an dessen Installation. Das neue Equipment muß stufenweise integriert werden, da das Luftkontrollsystem für die Umstellungszwecke nicht stillgelegt werden kann. Gefordert ist zudem eine hohe Systemzuverlässigkeit. Das AAS (Advanced Automation System) muß nahezu rund um die Uhr einsatzfähig sein.

Zwei Wettbewerber sind bei diesem Riesenauftrag im Rennen. Neben IBM kämpft auch Hughes Aircraft um den Zuschlag. Auffallend ähnlich sind die Systemkonzeptionen der Kontrahenten. Sogar den gleichen Zentralrechner, nämlich die 3090 von IBM, wollen beide einsetzen. Hughes Aircraft wird die Maschine von der amerikanischen IBM Marketing and Service Group beziehen. Darüber hinaus benutzen sowohl Big Blue als auch Hughes die Sprache Ada. Allerdings umfaßt die IBM-Variante zwei Millionen Lines-of-Codes gegenüber der Version von Hughes mit fünf Millionen. Auch entschied man sich für den gleichen Bildschirmtyp, nämlich für den Trintron von Sony, der vier Millionen Bildpunkte darstellen kann.

Der Kern der AAS-Version von Hughes Aircraft, die das Unternehmen mit seinen Partnern Unisys Defense Systems sowie Sanders Associates, einer Niederlassung der Lockheed Corp., gemeinsam entwickelt hat, ist ein Glasfaserhochgeschwindigkeitsnetz, das die Schlüsselelemente des Systems verbindet. Es basiert auf dem Local Area Network (LAN) nach FDDI-Standard von Unisys. Dieses LAN wird nach Auskunft von Joseph Capobianco, Vice-President der Advanced Systems Division von der Hughes Ground Systems Group, die von Sanders entwickelten Controller-Workstations verbinden und den Zugriff zu einem Single-Board-Computer von Unisys ermöglichen.

Capobianco glaubt denn auch, daß sein Systemkonzept mehr Innovation bietet als das von IBM. Big Blue wiederum vertraut darauf, daß seine Stärke und Überlebensfähigkeit wie auch die der Partnerschaftsfirmen ausschlaggebend für die Entscheidung der FAA sein werden. Letztere wird für Ende Juli erwartet.