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16.03.1979 - 

Der Marktleader konzentriert sich auf Schwerpunkte:

IBM klassenweise nicht vertreten

FRANKFURT - Bemerkenswerten Aufschluß über die tatsächlichen Verhältnisse auf dem bundesdeutschen Textverarbeitungsmarkt gibt die Studie der Diebold Deutschland GmbH "Der Markt für Informationstechnologie, Textverarbeitung". Zurechtgerückt wird der Marktanteil der IBM, die ja insgesamt recht dominierend erscheint, in einigen Segmenten aber gar nicht vertreten ist.

Widerspruch löste in der Branche auch allenthalben die von Diebold skizzierte Entwicklung bei Shared-Logic-Systemen aus. Beispielsweise sind Nixdorf und MAI überzeugt, daß sich in dieser Klasse (bei Diebold V) ein weitaus höheres Wachstum erzielen lasse. Immerhin kündigten beide jüngst für diesen Sektor Geräte an. Diebold Analyst Fritz Reinhard Müller verteidigt die Prognose mit dem Argument, daß Shared-Logic-Systeme bei Einzelplätzen bis 1985 so billig sein würden, daß sich Verknüpfungen mehrerer Arbeitsplätze, wie es im Bürocomputerbereich angestrebt wird, in der Textverarbeitung nicht lohnen. "Überdies sind derartige Verknüpfungen von der Sache her in der Textverarbeitung nicht in dem Maße erforderlich."

In der Diebold-Studie wird auf die klassische Einteilung in Textbe- und -verarbeitung verzichtet.

Anstelle dieser Klassifizierung tritt eine Einteilung nach Hardwarekriterien und Preisklassen, die eine eindeutige Gerätezuordnung für den Prognosezeitraum der Studie erlaubt. Als Grundeinteilung werden Geräte mit und ohne Datensichtstationen (Bildschirme) unterschieden. Innerhalb der beiden Hauptgruppen werden zwei beziehungsweise drei Untergruppen gebildet, die sich durch die Kaufpreise der Geräte voneinander abgrenzen.

Hinter den Kaufpreisen verbergen sich in der Regel unterschiedliche Ausstattungen und Leistungsspektren der Gerate. Da hier aber die Grenzen ebenfalls fließend sind und die Leistungsgrenzen zunehmend auch durch die Software der Gerate bestimmt werden, wird auf eine Unterteilung nach Hardwarekriterien beziehungsweise Leistungsmerkmalen allein verzichtet Die Abbildungen zeigen die gewählte Klassifizierung der computergesteuerten Textverarbeitungssysteme.

Marktanteile in den Größenklassen

Betrachtet man die einzelnen Klassen, so hat in der Klasse II neben den genannten Anbietern die Firma Arba einen erwähnenswerten Marktanteil von etwa fünf Prozent.

In den Klassen III und IV führt Datic den Markt mit über 50 Prozent in der Klasse III und etwa 25 Prozent in der Klasse IV an Datic ist einer der ersten Hersteller, der zu einem akzeptablen Preis bildschirmorientierte Textverarbeitungssysteme angeboten hat. Nicht zuletzt beruht der große Erfolg neben der guten Preis-/Leistungspolitik auf dem frühen Start in diesem Teilmarkt.

Neben Datic sind in den Klassen III und IV die Hersteller Siemens (früher Forster), Diamond, Vydec und Olivetti mit Marktanteilen von über zehn Prozent vertreten. Daneben spielen noch IBM, Redactron, CPI und seit kurzem DIHACO eine gewisse Rolle.

In der Klasse V müssen die Marktanteile mit großem Vorbehalt gesehen werden, da sich aufgrund der noch geringen Stückzahl in diesem Teilmarkt (Bestand weniger als 75 Einheiten) mit jeder Installation die Marktanteile signifikant verschieben können. Die Marktentwicklung muß deshalb als eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt der Studienerstellung im ersten Halbjahr 1978 gesehen werden.

Auch sind Vorbehalte hinsichtlich der Verwendung dieser Systeme angebracht. Teilweise handelt es sich um Mehrzwecksysteme, die auch in der Lage sind, Datenverarbeitungsaufgaben abzuwickeln. Es war nicht festzustellen in welchem Maße die erwähnten Systeme ausschließlich für Textverarbeitungsaufgaben eingesetzt werden oder darüber hinaus auch die Abwicklung von Datenverarbeitungsprogrammen durchführen. Diese Vorbehalte gelten insbesondere für das Textsystem /32 von IBM.