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26.11.1982

IBM-kompatibel mit Rückfahrkarte: Gerngroß installiert erste BASF 760

WIEN (eks) - Gegen eine IBM 4331-2 und für eine BASF 7/60 mit höherer Leistung aber im wesentlichen gleichen Preis entschied sich die Kaufhauskzette Gerngroß. Die Erfahrungen bei der Umstellung nimmt man bei Gerngroß als beruhigenden Hinweis, daß auch der Rückweg allenfalls gleich reibungsfrei wäre.

Nach einem verheerenden Großbrand im Februar 1979, der neben großen Gebäudeschäden auch zum Totalverlust der gesamten EDV-Anlage geführt hatte, installierte die Kaufhauskette eine IBM 4331-1. Daneben lief und läuft zur Warenbewirtschaftung eine NCR 8250 (siehe CW 51 /81). Auch mit BASF-Peripherie wurden seit einigen Jahren offensichtlich so gute Erfahrungen gemacht, daß man die Installation des Neulings im österreichischen Mainframegeschäft wagte.

Als die 4331-1 bei 80 Prozent CPU-Auslastung und das EDV-Personal bei zwei Schichten angelangt war, stellte sich die Frage nach einer Aufstockung. In einem Benchmark anhand einer halben Tagesproduktion in der Dauer von rund fünf Stunden wurde die von IBM angebotene 4331-2 mit der BASF 7/60 verglichen. Mit dem IBM-upgrade konnten nach Angaben aus dem Unternehmen zwölf Prozent Laufzeitreduktion erreicht werden, mit dem Japaner aus Ludwigshafen (die BASF 7/60 wird von Hitachi erzeugt) aber eine Verkürzung von 40 Prozent. Wobei diese 40 Prozent durch beim Benchmark verwendete langsamere Platten auf 50 Prozent hochzurechnen sind.

Leistungsmäßig liegt die BASF 7/60 Zentraleinheit in der Klasse der 4341-11 (nach IDC Bewertung), kostenmäßig dem ersten Anschein nach weit darunter. Rechnet man jedoch noch die Steuereinheiten für die Peripherie hinzu, die bei der 4341 bereits PCM-abwehrend integriert sind, so kommt man rund auf den selben Preis.

Den ersten Anlauf auf dem österreichischen Markt hatte BASF vor zwei Jahren gemacht und bei der Stadt Wien eine 7/70 installiert. Dem Vernehmen nach diente diese Installation jedoch mehr als Hebel, um IBM bei der geplanten Erweiterung des kommunalen Rechenzentrums vom hohen Preisroß zu kippen. Nachdem der Schreckschuß seine Wirkung nicht verfehlt hatte, wurde die 7/70 wieder abgebaut und durch eine 3031 ersetzt.

Informationen: BASF, 1131 Hietzinger, Haupttraße 119, Tel.: 82 94 41.