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07.06.2002 - 

CIM und Bluefin sollen die Industrie einigen

IBM konzentriert sich auf Speichersoftware

MÜNCHEN (kk) - IBM stellt ihre Speichersoftware-Strategie auf die drei Säulen Virtualisierung, Storage-Tank-File-System sowie standardisierte Management-Tools.

Die Neuordnung von Big Blues Storage-Business begann bereits im April, als mit dem Langzeitpartner Hitachi zwei weitreichende Vereinbarungen geschlossen wurden: Zum einen gründeten die beiden Unternehmen ein Joint Venture für die Entwicklung und Vermarktung neuer Festplatten. Die Mehrheit an der jungen Firma hält mit 70 Prozent Hitachi.

Die zweite im April beschlossene Aktivität erstreckt sich auf zukünftige Hochleistungsspeicher und -lösungen. Dafür wollen Hitachi und IBM gemeinsam "Techniken und Funktionalitäten" entwickeln. Ob Big Blue damit auch die eigenständige Herstellung von Platten-Arrays à la "Shark" aufgibt, bleibt ebenso im Dunkeln wie die Zukunft von Hitachis "Lightning"-Speicher. Denkbar wäre ein gemeinsam entwickeltes Produkt, bei dem die Japaner das Hardwaredesign vorgeben. Bekannt ist, dass Hitachis kürzlich vorgestellte zweite Lightning-Generation derzeit das Nonplusultra im Speichersegment darstellt.

IBM würde sich damit rein der Softwareentwicklung widmen. Jetzt schon zeichnen die Armonker für die Basistechnik in puncto Speichervirtualisierung verantwortlich: Zwischen beiden Unternehmen wurde eine gemeinsame Herangehensweise an diese Funktionalität auf Basis von IBM-Technik beschlossen. Details dazu hat Big Blue jetzt in seiner Speicher-Roadmap dargelegt. Danach favorisiert der Konzern die "In-band"-Virtualisierung: Dabei erfolgt das Mapping der logischen auf die physikalischen Einheiten innerhalb des Datenpfads. Die Virtualisierungs-Engine soll auf einem Cluster aus X-Servern unter Linux ablaufen. Der Rechnerverbund dient auch als Plattform für Speicheraufgaben im SAN, etwa Remote oder Flash Copy, sowie als zentraler Punkt für das Aufsetzen von Disaster Recovery Services.

Endlich: Storage Tank

Die zweite Säule von IBMs zukünftiger Speichersoftware-Initiative bildet das schon lange angekündigte "Storage-Tank"-File-System. IBM hatte das Projekt bereits im Jahr 2000 vorgestellt, dann aber die Verantwortung für die Entwicklung an Tivoli abgegeben und später wieder in die eigenen Labors zurückgeholt. Storage Tank bildet das Äquivalent zur Virtualisierung - wo Datenblöcke transferiert werden - und soll den Datenaustausch auf File-Level ermöglichen. Als Plattform für die Storage-Tank-Metadaten setzt Big Blue auch dabei auf ein Linux-Cluster aus PC-Servern. Die erste Version des File Systems ist für das nächste Jahr geplant und soll Files von AIX-, Windows-2000-, HP-UX- und Solaris-Servern unterstützen.

Einheitliche Schnittstellen

Das dritte wichtige Element von IBMs Speichersoftware-Strategie bilden die Management-Werkzeuge, die die Verwaltung von heterogenen Speichern - auf Block- und File-Level - vereinfachen sollen. Big Blue baut dabei auf offene Standards wie "Web Based Enterprise Management" (WBEM) und "Common Information Model" (CIM), das demnächst von der Storage Networking Industry Association (Snia) verabschiedet werden soll. Das objektorientierte CIM-Modell definiert das Datenformat, das von den System-Management-Werkzeugen verwendet wird. WBEM basiert auf dem Internet Protokoll und beschreibt, wie die CIM-formatierten Daten zwischen den Management-Tools und den Objekten oder Systemen, die sie verwalten, ausgetauscht werden.

Basierend auf CIM und WBEM wurde der Snia jetzt mit "Bluefin" eine industrieweite Management-Lösung für heterogene Speichernetze zur Standardisierung vorgelegt. Bluefin ist eine Gemeinschaftsentwicklung des "Partner Development Program", dem 17 Hersteller, unter ihnen IBM, EMC, Hitachi, Sun, HP, Veritas, Brocade, Emulex, Dell, Qlogic und Storagetek angehören. Die Bluefin-Spezifikationen werden zur Kommunikation zwischen den im SAN angeschlossenenen Geräten verwendet. Außerdem liefert die Technik Definitionen und Schnittstellen, womit die Hersteller Softwarekomponenten zum Austausch von Management-Informationen in ihre Produkte integrieren können.