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30.04.1999 - 

G6-Rechner mit 50 Prozent mehr Leistung

IBM kündigt nächste Generation der S/390-Mainframes an

MÜNCHEN (CW) - Im Wettlauf um den schnellsten Großrechner hat IBM die nächste Runde eingeläutet. Die "G6"-Serie der S/390-Mainframes soll eine gegenüber den Vorgängermodellen um 35 Prozent gesteigerte Einzelprozessorleistung bieten. Ein voll ausgebauter Zwölf-Wege-Rechner erreiche damit eine Gesamtleistung von rund 1600 MIPS.

Ab 18. Mai will IBM in Deutschland die Generation 6 (G6) seiner CMOS-basierten S/390-Mainframes ausliefern. Erstmals werden die Maschinen mit Prozessoren bestückt, die auf Big Blues Kupfertechnik ("CMOS-7S"-Verfahren) basieren. Die Einzelprozessorleistung der mit 637 Megahertz getakteten Chips erhöhe sich damit auf rund 200 MIPS. Außerdem koppelt das Unternehmen in den G6-Rechnern nun maximal zwölf CPUs (vorher zehn Prozessoren). Ein Zwölf-Wege-System erreicht den Angaben zufolge eine Gesamtleistung von 1600 MIPS, mehr als alle anderen derzeit lieferbaren S/390-Mainframes.

Neben der reinen Rechenleistung hat IBM auch die Größe des L2-Cache verdoppelt. Neu ist auch die Option, die Maschinen bei laufendem Betrieb durch zusätzliche Prozessoren aufzurüsten. Kunden müssen dazu lediglich die standardmäßig eingebauten CPU-Module vom Hersteller freischalten lassen. Nach der Argumentation IBMs ist diese Möglichkeit besonders in Notfallsituationen nützlich, wenn Anwender bei Ausfall eines Rechners die Kapazität der Backup-Maschine rasch erweitern müssen.

Mit den insgesamt 24 neuen G6-Modellen liefert IBM auch die jüngste Betriebssystem-Version "OS/390 Version 2, Release 7" aus, die unter anderem eine deutlich verbesserte Leistung bei Web-basierten Anwendungen ermöglichen soll.

IBMs Konkurrenten im S/390-Geschäft, Amdahl und Hitachi, werden Ende des Jahres ebenfalls überarbeitete Großrechnerlinien auf den Markt bringen.