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03.04.1978 - 

Vorschlag eines KIM-1-Bastlers:

IBM Kugelkopfschreibmaschine als Ein-/Ausgabe-Gerät

DARMSTADT - Nach Start meines Microcomputer-Hobbys durch Kauf eines KIM-1 erwachte in mir sehr schnell der Wunsch nach besseren Dialoggerät, als es die KIM-eigene Tastatur darstellt.

Alle Versuche, innerhalb eines gesetzten Preislimits von 2000 Mark an ein Teletype zu kommen, schlugen fehl. In dieser Suchphase setzte bei mir ein Umdenken ein: Ich fand die Aussicht, eine IBM Kugelkopfschreibmaschine als Ein-/Ausgabegerät zu besitzen weitaus besser, als weiterhin vergeblich nach einem Teletype zu suchen.

Das IBM-KK-Modell, das mir gebraucht, jedoch gut überholt angeboten wurde, hat fast die gleiche Tastaturbelegung wie ein Teletype. Nur bei den Sonderzeichen gibt es einige Abweichungen, die aber beim Betrieb an dem KIM nicht sichtbar werden. Außer der normalen IBM-KK-Maschine, die elektrisch nicht ansteuerbar ist, gibt es eine Version, die für alle Funktionen eingebaute Magnete besitzt (zirka 12 Stück) und außerdem zur Tastaturabfrage und Kugelkopfsteuerung Kontakte trägt.

Jetzt lag es an mir, ein Interface aufzubauen, das die IBM-KK-Maschine für den KIM-1 als TTY erscheinen läßt, daß heißt 4-draht, halb-duplex und 20 mA Linienstrom. Grob beschrieben bedeutet das:

- eine Leistungsstufe mit 12 Darlington-Transistoren

- eine Codeumsetzung IBM-ASCII-IBM (also beide Richtungen)

- eine Parallel-Serien-Umsetzung in beide Richtungen

- die Steuerlogik für die Schreibmaschine.

Ungefähre Kosten:

- Überholte IBM-KK plus Schaltungsvorschlag und PROM: 1200 Mark,

- Überholte IBM-KK plus bestückte und getestete Leiterplatte: 1550 Mark,

- Überholte IBM-KK mit Leiterplatte und Netzteil, anschlußfertig an KIM-1: 2000

Mark.

Quelle: "JOCE & N", Microcomputer Journal (Nr. 3, Januar/Februar 1978) des Computer Club Europe e. V., Postfach 110868, 61 Darmstadt