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31.05.2007

IBM-Kunden beklagen fehlendes SOA-Know-how

Der Mangel an qualifiziertem Personal ist für IBM-Kunden das entscheidende Hindernis beim Aufbau einer Service-orientierten Architektur (SOA).

Das berichtete der IT-Konzern auf seiner Kundenveranstaltung Impact 2007 in Orlando. Einer aktuellen Studie zufolge fehlen vor allem Mitarbeiter, die sowohl IT-spezifisches Wissen in Sachen SOA mitbringen als auch mit den betriebswirtschaftlichen Abläufen vertraut sind. Anlässlich der Fachkonferenz, die sich vor allem um die Themen SOA und Websphere drehte, kündigte IBM eine Reihe von Tools und Zerti-fizierungsprogrammen an, die das Problem entschärfen könnten.

Unter dem Namen ClassM8 (gesprochen "Classmate") offeriert IBM beispielsweise einen interaktiven SOA-Simulator. Er soll Unternehmen dabei helfen, das Wissen von IT-Teams und Fachabteilungen einander anzugleichen. In Form eines Planspiels könnten Benutzer die Auswirkungen einer SOA auf verschiedene Unternehmensteile simulieren, erläuterte IBM. Damit ließen sich etwa Geschäftsprozesse veranschaulichen, Engpässe erkennen und Was-wäre-wenn-Szenarien durchspielen. Erst kürzlich hatte die Darmstädter Software AG gemeinsam mit Forrester Research ein ähnlich ausgerichtetes Werkzeug vorgestellt.

Fehlendes Wissen über grundlegende Aspekte der Service-orientierten Architektur haben einschlägige Studien auch unter deutschen Unternehmen als große Hürde ausgemacht. IBM versucht dem Problem mit einem breiten Maßnahmenbündel beizukommen. Dazu gehört auch eine "Metaversity" in Second Life, die mit Tools für die SOA-Schulung ausgestattet ist. Mit Impact TV startet der IT-Konzern zudem ein Online-Portal mit Webcasts, Podcasts, Demos, Whitepapers und weiteren Ressourcen für IT-Profis und Spezialisten aus Fachabteilungen. Seine SOA-spezifischen Zertifizierungs- und Schulungsprogramme hat IBM weiter ausgebaut. Inzwischen stehen mehr als 218 auf SOA ausgerichtete Kurse für sämtliche Organisationsebenen zur Verfügung. (wh)