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23.10.1987 - 

Reaktionen auf VMSP Release 5 sind nur lauwarm

IBM-Kunden: Viel dekorative Kosmeti

FRAMINGHAM (CWN) - In der Gunst der ersten Benutzer steht das Release 5 des IBM-Betriebssystems VM/SP nicht sehr hoch. Das Produkt, darin sind sich die User einig, biete gegenüber der Vorgängerversion kaum Neues.

"Vieles an dem Release ist lediglich dekorative Kosmetik. Wir können nur hoffen, daß echte Verbesserungen noch kommen", kritisiert beispielseweise Daniel Franck, System- programmierer bei der Mitrol Inc., einem Unternehmen, das VM-Software verkauft. Einige der Funktionen seien zwar durchaus sinnvoll, signifikante Veränderungen der Umgebung ließen sich indes nicht feststellen.

VM/SP Release 5 wurde gemeinsam mit dem Abteilungsrechner 9370 vor etwa einem Jahr vorgestellt. Seit April dieses Jahres ist das Produkt kommerziell verfügbar. In der überarbeiteten Form bietet das Betriebssystem dem Benutzer einige neue Funktionen, beispielsweise Windowing und die Transparent Services Access Facility (TSAF), die als Basis für die Kommunikation zwischen VM-Programmen dient.

Vor allem monieren die VM/SP-Kunden, daß TSAF und einige der anderen Features unvollständig seien und nicht in die Systemumgebung paßten. Dazu Franck: "Auf den ersten Blick wirkt TSAF durchaus überzeugend. Aber wenn man sich mit dem Produkt näher auseinandersetzt und feststellt, daß es LU6.2 nicht voll unterstützt, ändert sich das schnell."

James Buba, Systemprogrammierer bei der National Exchange Carriers Association in Whippany/New Jersey, zeigt sich wenig interessiert an TSAF: "Wenn IBM wirklich Verbesserungen an dem System vornimmt, werden sich die Kunden schlagartig darum reißen. Aber bisher nützt uns das Produkt herzlich wenig; darum kann ich mir nicht vorstellen, daß wir es einsetzen werden."

Die Analog Devices Inc., Norwood/Massachusetts, hat sich kürzlich für den Einsatz von VM/SP Relesse 5 entschieden. Nach den Worten von Luke Marvin, Manager of Systems Software, habe man dabei allerdings keine Performance-Verbesserungen im Visier. Vielmehr führe Analog neue Produkt-Versionen grundsätzlich sofort nach ihrer Freigabe ein und warte nicht darauf, daß IBM für die Betriebssystem-Kunden Maintenance-Tapes bereitstellt. Von den Windowing-Fähigkeiten erhofft sich das Unternehmen in Zukunft

zwar durchaus Vorteile. "Aber", so schränkt Marvin ein, "wir werden von diesen Neuerungen nicht sofort profitieren können."

Einige User, die die Windowing-Facility getestet haben, empfinden den Umgang mit ihr als schwierig. "Anfangs erschien uns dieses Feature als große Hilfe", meint beispielsweise Philip Smith, Programmierer bei der VM Systems Group Inc., die Utility Software für VM vermarktet. "Aber die tägliche Praxis zeigte, daß erst einmal etwa 20 Kommandos erforderlich sind, um mit dieser Einrichtung arbeiten zu können. Und die meisten unserer Mitarbeiter blicken da noch nicht ganz durch."