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22.03.2007

IBM lässt die Zukunft seiner ECM-Produkte offen

Filenet P8 unterstützt J2EE und Unix.

Nicht weniger als 75 Neuerungen hat IBM für Version 4.0 der Produktsuite für Enterprise-Content-Management (ECM) "Filenet P8" vorgestellt. Das Release folgt laut Merten Slominsky, Regional Vice President Europe Central bei Filenet, einem bereits vor der Übernahme durch IBM formulierten Produktfahrplan. Zugleich bildet es den Auftakt auf dem Weg zur Integration der ECM-Produktlinien beider Unternehmen, die sich laut Marktbeobachtern erheblich überschneiden.

Durchgängig J2EE und Unix

Highlights in Version 4.0 von P8 ist die erstmals durchgängige Unterstützung von Unix und der Java 2 Enterprise Edition (J2EE) für die bisher nur für Windows verfügbare Content-Engine. Ferner gibt es eine zentrale Metadatenverwaltung für die Anbindung von Repositories von Drittanbietern sowie die Nutzung der Business Process Modeling Notation (BPMN) für die Gestaltung von Dokumentenprozessen. Neu ist auch die Unterstützung von "MS Visio" als Modellierungswerkzeug. Noch in Arbeit ist eine neue Benutzeroberfläche, die laut Slominsky Ajax-Technik verwendet und die bisher spartanische Arbeitsumgebung ersetzt.

Die Arbeiten sind Teil des internen Projekts "Tango", an dem 1400 Entwickler beider Unternehmen seit Oktober 2006 arbeiten. Ziel ist eine Vereinigung der Produktlinien in drei Schritten. In der ersten Phase gehe es darum, zwischen den diversen ECM-Produkten, die vor allem IBM unterhält, und Filenet möglichst viele Brücken zu schlagen. So lässt sich beispielsweise Filenet P8 bereits in das "IBM Websphere Portal" einbinden, andererseits lässt sich die Management-Konsole von P8 nun mit IBMs ECM-Kernprodukt "DB2 Content Manager" nutzen. Bis zum Jahresende soll in der zweiten Phase ein gemeinsamer (Ajax-)Client erhältlich sein. Eine Integration soll nach offiziellen Aussagen bis Ende 2008 geschafft sein, doch hält Slominsky diesen Fahrplan für "sehr ambitioniert".

DB2 Content Manager bleibt

Vor allem tritt der Manager Einschätzungen in den Medien entgegen, dass mit Version 4.0 von P8 eine grundsätzliche Entscheidung für Filenet und gegen den DB2 Content Manager gefallen sei: "Es ist kein Produkt abgekündigt, alles wird weiterentwickelt und gepflegt." Auch bleibe Filenet weiterhin offen für Produkte anderer Hersteller.

Architektonisch soll die Filnet-Plattform eine Art Abstraktionsschicht über den IBM- und Lotus-Produkten sowie anderen Content-Repositories bilden, sprich: die Prozesssteuerung und Metadatenintegration übernehmen. Ein weiterer Schwerpunkt bei der künftigen Produktentwicklung sei eine bessere SAP-Integration. Hierzu wird Filenet P8 künftig die Software "DB2 Content Managern Common Store for SAP" nutzen, die die SAP-Kommunikationsschnittstelle "Archivelink" zum Zugriff auf SAP-Daten verwendet. Angestrebt ist auch, dass sich Filenet-Prozesse in der Worklist des "SAP Business Workflow-" anzeigen lassen sowie eine Interoperabilität zwischen Filenet-Prozessen und denen von SAP Netweaver. Weitere Details zur Zukunft von Filenet will IBM im Mai bekanntgeben. (as)