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30.03.1979 - 

Public Relations mit Witz und Verstand:

IBM läßt kein Stichwort aus

STUTTGART (gw) - Die IBM Deutschland machte jüngst Public Relations mit Geistigen. (Wahrscheinlich nicht nur) Journalisten und andere Meinungsbildner im Markt für Büro- und Informationstechnik wurden zur Jahreswende 1978/79 mit drei Büchern beschenkt, die nicht nur eine Zierde für die Bücherschränke von EDV- und TV-Schaffenden sind. Zumindest zwei davon sind des Lesens wert.

Das geistvolle Androiden- und Computer-Büchlein der Schweizerin Kilchenmann, das sich mit ernsten Dingen wie Maschinen, Robotern, Rechnern und Erneuerungsmechanismen befaßt, ist in den einzelnen Beiträgen schon der Thematik nach ansprechend.

Art Buchwald läßt sich da zur Heirat mit dem Computer aus. Jean Paul referiert geistvoll über den Maschinenmann, Thaddäus Troll philosophiert über Himmelscomputer. Zu alledem stellt Hall Clement Fragen und gibt Antworten, was alles mit Daten in solchen und anderen Maschinen passieren kann.

Natürlich ist Art Buchwald, ein Meister der Satire, der schon frühzeitig von der Computereuphorie ablenken wollte oder abriet, der am meisten in dem "sagenhaften" Büchlein vertretene Autor Logischerweise, denn das war der Anfang, befinden sich die hier beschriebenen Androiden, Roboter und Computer meist im Umfeld von Science Fiction, Sternen und Satelliten.

Schlaue Kisten machen Geschichten. Von Androiden-, Robotern und Computern. Eine Anthologie. herausgegeben von Ruth J. Kilchenmann. IBM Deutschland GmbH 1978. 280 Seiten.

Eine Auswahl-Bibliographie, ein Quellenverzeichnis und ein IBM-Vorwort weisen auf das richtige Verständnis zu diesem Büchlein hin. Während einem also bei den "Schlauen Kisten" das Vergnügen beschleicht, bei dem Titel "Technik und Gesellschaft" verläßt es uns. Das sind im ganzen zusammengeschusterte Beiträge aus den sehr anspruchsvollen IBM-Nachrichten (INA) - ohne Literaturverzeichnis, ohne Autorenvita und dergleichen Verständnis- und Findehilfen mehr. Den deutschen IBM-General mit einem Geleit in die Reihe der Autoren wie Lübbe, Overbeck, Rupp und Zemanek zu setzen, zeugt schon von einer nicht sehr gelungenen reinen PR-Absicht. Bleibt zu hoffen, daß die meisten Beiträge schon in der INA gelesen wurden. So aus dem Zusammenhang herausgerissen, lohnt sich das nicht.

Technik und Gesellschaft: Wachstum in Freiheit und Verantwortung. Ausgewählte Beiträge aus den "IBM-Nachrichten" (2). Mit Beiträgen von Walther A. Büsenberg, Ralf Dahrendorf, Hans-Günter Sohl. Kurt Sontheimer und anderen. IBM Deutschland GmbH. Stuttgart. 1978. 156 Seiten.

Den Vogel abgeschlossen aber hat IBM Deutschland zweifelsfrei mit dem Wörterbuch und Glossar Englisch/Deutsch, das vom Preisangabezeichen a (at sign) bis "zylindrische Fläche" reicht. Es ist aber auch alles drin an Stich- und Schlagwörtern, was man so bei der Text- und Datenverarbeitung braucht. Die Zielgruppe ist weit gefaßt. Journalisten, Rechenzentrumsleiter, Organisatoren und Programmierer benutzen dieses in nicht allzu vielen Exemplaren verbreitete Lexikon bereits jetzt. Einen besonderen Wert hat dieses von der Abteilung DV-Literatur der IBM Deutschland herausgegebene Werk schon deshalb, weil es via DV so sauber, wie es sich darstellt, hergestellt wurde. Dazu sagte der neue IBM Deutschland-Pressesprecher Dr. Paulus Burkert: "Besprechen Sie es bloß nicht, sonst kriegen wir zuviele Anforderungen."

Fachausdrücke der Text- und Datenverarbeitung, Englisch/Deutsch. Wörterbuch und Glossar IBM Deutschland GmbH. Stuttgart 1978. 582 Seiten.