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03.01.1986 - 

Auch Big Blue setzt auf 312-Zoll-Disketten:

IBM-Laptop-Ankündigung steht bevor

RYE BROOK (CWN) - Zwei Versionen ihres lange erwarteten Aktentaschenrechners wird IBM Anfang 1986 vorstellen. Die beiden für unterschiedliche Märkte entwickelten Maschinen werden jetzt ausgewählten Entwicklern sowie Großkunden und US-Regierungsdienststellen vorgeführt.

Die Version P-12 des neuen Rechners ist eine optionsorientierte Maschine, ließ der Herausgeber des kalifornischen "Seybold Report on Professional Computing", Andy Seybold wissen. Diese Information wurde von IBM-Angehörigen bestätigt, die nicht genannt werden wollten.

Das Einsteigerprodukt P-12 ist laut Seybold-Bericht ausgerüstet mit einem Intel 8088, 256 Kilobyte RAM und einer LCD-Anzeige, jedoch nicht mit einem Diskettenlaufwerk. IBM-Quellen zufolge soll das Gerät für weniger als 1500 US-Dollar zu erwerben sein. Ein P- 12 mit einem doppelseitigen 31/2-Zoll-Laufwerk und LCD-Bildschirm kostet unter 2000 Dollar. Weitere Optionen des P-12 beinhalten einen größeren Arbeitsspeicher in Form von Steckmodulen, einen Elektrolumineszensbildschirm und einen zusätzlichen Floppy-Drive. Der Preis für ein voll ausgebautes System mit 640 KB RAM stehe noch nicht fest.

Der P- 12 ist zur Zeit ebenso wie der teurere und leistungsfähigere P- 14 mit einem Keyboard ausgerüstet, das über zehn Funktionstasten verfügt. Beide Maschinen sollen mit DOS 3.1 und einer Utility namens Xcopy ausgeliefert werden, die das Umkopieren einer 51/4-Zoll-Diskette auf das 31/2-Zoll-Format erlaubt. Angehörige der Microsoft Corp., die für die Lizensierung des Betriebssystems sowie der Xcopy-Utility zuständig ist, verweigerten ebenso jede Auskunft wie IBM selbst.

Ein gut unterrichteter Software-Entwickler, der mit dem P-14 gearbeitet hat, beschrieb ihn als ein "High-End"-Gerät, konzipiert in erster Linie für vertikale Märkte. In der gegenwärtigen Version ist er mit einem 80286 und einem halben Megabyte RAM bestückt, welches bis zu einem vollen Megabyte aufgerüstet werden kann.

Nach Auffassung Seybolds soll der Verkauf des P-14 IBM-Vertretungen und ausgewählten Händlern vorbehalten bleiben, während der P- 12 über alle zur Verfügung stehenden Kanäle verteilt werden wird.

IBM verhandelt nach Auskunft von Robert Lefkowits, Direktor der Softwareforschung bei Infocorp in Cupertino, Kalifornien, ernsthaft mit Softwarefirmen über Anwendungen für seine neuen Modelle. So ist beispielsweise eine ROM-gestützte Version von Lotus 1-2-3 im Gespräch. Lefkowits diskutierte die wiederholt aufgetauchte Behauptung, IBM habe seinen transportablen Computer spezielle für eine 15 000 Einheiten umfassende Ausschreibung der amerikanischen Finanzbehörden entwickelt. Er meinte dazu, dies reiche nicht aus, darauf einen Geschäftsplan zu gründen.

Die Entscheidung für ein 3?-Zoll-Laufwerk signalisierte die Absichten des Mikroherstellers für die Zukunft meinte der Leiter der Personal Computer Industry Service von Dataquest, Norm Dewitt. Damit würden deutliche Zeichen für Softwareanbieter gesetzt. Auch verlautete aus informierten Kreisen, IBM habe großes Interesse an CMOS-Versionen des Mikroprozessors 80286 bekundet.