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07.04.2008

IBM legt AS/400 und Unix zusammen

Der Hersteller hat die neue Server-Generation "Power Systems" präsentiert. Das ist die erste Modelllinie, die die bisherigen Familien "System i" und "System p" zusammenführt.

Mit der Ankündigung verschmilzt IBM die beiden Rechnerfamilien System i (ehedem AS/400) und System p, Server also, die mit den Betriebssystemen Linux und AIX arbeiten. Beide Rechnerlinien nutzen IBMs Power-Prozessortechnik. IBM-Sprecher Hans-Jürgen Rehm sagte gegenüber der computerwoche, dass das wesentliche Unterscheidungskriterium der nunmehr zusammengeführten Plattformen und Architekturen das jeweilige Betriebssystem sein wird. Neben AIX und Linux auf der einen Seite bietet das Unternehmen das System-i-Betriebssystem "i5/OS" an, das ab sofort nur noch "i" heißt. Auf der neuen Server-Plattform Power Systems haben Anwender künftig also drei Betriebssystem-Optionen zur Wahl.

Neues Branding steht für Investitionsschutz

Gefragt, was sich denn mit diesem Schritt tatsächlich Neues eingestellt habe - denn die Hardwarebasis war mit der Power-Architektur ja ohnehin schon identisch -, sagte Rehm: "Zum einen ändert sich das Branding, denn es gibt künftig kein System-i- und kein System-p-Modell mehr." Dies allein schon erzeuge einen psychologisch wichtigen Effekt. Zudem drücke sich der Investitionsschutz auf der Power-Plattform auf der Betriebssystem-Ebene aus. Die Hardware werde verschmelzen, "hier gab es ja auch bis jetzt schon Synergien".

Mischumgebungen mit Power- und x86-CPUs

Mit der Zusammenführung der beiden Rechnerlinien System i und System p zur Power-Systems-Familie stellt die IBM auch gleich erste neue Modelle vor. Zum einen handelt es sich um eine Sonderform des bereits bekannten Bladecenter-S-Servers. Dieser heißt jetzt "i-Edition Express for Bladecenter S". Hierbei handelt es sich um einen von Haus aus mit dem i-Betriebssystem ausgestatteten Blade-Server. Rehm zufolge wird das Modell Express for Bladecenter S auch als spezielle Variante angeboten. Diese Konfiguration ermöglicht es insbesondere AS/400-Kunden, ihre bisherige AS/400-Umgebung mit x86-Maschinen zu kombinieren. De facto handelt es sich also um ein Blade-System mit Power-Prozessoren, das gemeinsam mit x86-basierten Blades betrieben werden kann.

Express-Konfigurationen zu attraktiven Preisen geplant

Außerdem bringt Big Blue die Modelle "Power 520 Express" und "Power 550 Express" auf den Markt. Alle drei Maschinen positioniert IBM für kleine und mittelständische Unternehmen, also im so genannten Small and Medium Business. Die Express-Konfigurationen werden laut Rehm in speziellen Paketen zu einem besonderen Preis angeboten. Der IBM-Sprecher sagte weiter, dass mit jedem künftig auf den Markt gebrachten Rechner der Power-Systems-Linie die alte Bezeichnung durch die neue ersetzt werde. Peu à peu würden so die System-i- und System-p-Systeme verschwinden.

Zu den weiteren Features der Power-Systems-Linie gehört die Technik "Energyscale", mit der sich der Energieverbrauch der Systeme kontrollieren lässt. Vor allem aber wird auf den neuen Maschinen die Virtualisierungstechnik "Power VM" zur Verfügung stehen. Damit können Anwender bis zu 160 virtuelle Partitionen in einem System einrichten. Dadurch lasse sich die Auslastung der betreffenden Maschine "dramatisch" steigern, sagt IBM. (jm)