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25.07.2003 - 

Vom schwachen Dollar profitiert

IBM legt ein weiteres solides Quartal hin

MÜNCHEN (CW) - IBM konnte im zweiten Quartal aufgrund von Kostensenkungsmaßnahmen, Zukäufen sowie Währungseffekten Gewinn und Umsatz deutlich steigern. An den Börsen wurden die Zahlen als solide, aber nicht besonders gut interpretiert.

Auf den ersten Blick war das Ergebnis, das Big Blue vergangene Woche für die am 30. Juni beendete Berichtsperiode präsentierte, beeindruckend: Der Nettoprofit betrug 1,7 Milliarden Dollar oder 97 Cent pro Aktie, nachdem im Vergleichszeitraum des Vorjahres aufgrund diverser Restrukturierungsaufwendungen nur ein Nachsteuergewinn von 56 Millionen Dollar oder drei Cent je Anteilschein in den Büchern gestanden hatte. Den Quartalsumsatz konnten die Armonker gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent auf 21,6 Milliarden Dollar steigern. Selbst CEO Samuel Palmisano und Finanzchef John Joyce sprachen in ihren Statements jedoch lediglich von einem "soliden" Quartal. Grund für eine Entwarnung gebe es nicht. Das Marktumfeld bleibe "schwierig".

Der Auffassung von lediglich "soliden" Zahlen schlossen sich die meisten Analysten mit Hinweis auf nicht unmittelbar in der Bilanz zum Ausdruck kommende Sondereffekte an. So habe IBM dank des schwachen Dollars bei seinen Geschäften in Europa und Asien, wo inzwischen mehr als die Hälfte der Einnahmen erzielt werden, enorm profitiert. Hinzu kämen die positiven Auswirkungen der Übernahmen von Rational Software und der Consulting-Sparte von Pricewaterhouse-Coopers (PWC). Ohne diese Faktoren hätte der Branchenführer unter dem Strich vermutlich ein Umsatzminus von rund 2,5 Prozent verkraften müssen, rechneten US-amerikanische Investmentbanken vor.

So gelang es IBM aus den genannten Gründen zwar im Servicegeschäft, wo inzwischen fast die Hälfte der Einnahmen erzielt werden, einen überdurchschnittlichen Umsatzzuwachs um 23 Prozent auf rund 10,6 Milliarden Dollar auszuweisen. Doch hier zeigten sich viele Analysten enttäuscht über das Volumen neu akquirierter Dienstleistungsaufträge, das mit 10,7 Milliarden Dollar unter den Erwartungen blieb. Auch der Softwareumsatz erhöhte sich gegenüber dem zweiten Quartal 2002 um sechs Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar. Das Hardwaregeschäft ging im Vorjahresvergleich insgesamt um ein Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar zurück, der PC-Absatz fiel um drei Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar. Größte Schwachstelle war erneut die Microelectronics-Sparte, die Chips für IBM selbst, aber auch für Kunden wie Apple fertigt. Die Business Unit machte einen operativen Verlust von 111 Millionen Dollar. (gh/tc)