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21.06.1996 - 

Numa-Architektur soll erst 1998 unterstützt werden

IBM legt einen Drei-Phasen-Plan für zukünftige Cluster-Systeme vor

21.06.1996

Big Blue verfolgt bei der Entwicklung von Cluster-Technologien ein dreistufiges Konzept. In der ersten Phase werde man, so die bisher vorliegenden Informationen, eine Lösung anbieten, bei der lediglich zwei Systeme miteinander verbunden werden können. Hierbei erledigt der sogenannte Primary Server alle anfallenden Aufgaben, während die Aushilfsmaschine (Standby Server) lediglich alle Daten als gespiegeltes System von der Hauptmaschine empfängt. Fällt letztere aus, übernimmt automatisch die Ersatzmaschine alle Pflichten des havarierten Systems.

Bei dieser Vorgehensweise handelt es sich um das bislang gängige Cluster-Konzept. Big Blue will dieses insofern erweitern, als in einer ähnlichen Konfiguration der Ersatz-Server nicht nur als gespiegeltes System fungiert. Vielmehr soll er zudem Drucker- oder Kommunikationsdienste übernehmen. Der Datenverkehr zwischen Client und Server würde in dieser Cluster-Auslegung über den Primary Server fließen, im Hintergrund jedoch liefen verschiedene Dienstleistungs-Jobs. Produkte für dieses Cluster-Konzept will die IBM noch dieses Jahr anbieten.

Wolfpack nicht reif für Numa

Über einen Switch will Big Blue in der zweiten Phase Rechnerknoten miteinander verbinden. Im Gegensatz zu der modifizierten "Spiegel"-Variante, bei der nur zwei Server verknüpft werden können, lassen sich hier mehrere als SMP-Maschinen ausgelegte Server clustern.

Die IBM wird bei der Switch-Cluster-Variante auf Verbindungstechnologien zurückgreifen, die sie auch in ihren massiv-parallelen "SP2"-Systemen bereits benutzt. Außerdem sollen in diesen Clustern ATM- und 100-Mbit-Ethernet-Verbindungen zur Anwendung kommen. Produkte für diese zweite Phase kündigt Big Blue für 1997 an.

Erst für 1998 geplant ist die Unterstützung der "cc:Numa"- Architektur (cache coherent Non unified memory access). An dieser Technologie arbeiten heute vor allem Sequent, Data General und NCR. Die Experten der Meta Group vertreten die Meinung, daß diesem Cluster-Konzept die Zukunft gehören wird.

Als Grund für die noch zögerliche Haltung gab ein IBM-Manager an, momentan habe "Wolfpack", die Cluster-Technologie von Microsoft, noch keinen Reifegrad, der es erlaube, Produkte für Numa zu entwickeln. Wer heute schon entsprechende Systeme marktreif machen wolle, sei gezwungen, einen sogenannten Hardware Abstraction Layer (HAL), also Middleware, auf Windows NT aufzusetzen, um Numa- Cluster zu realisieren. Hierbei handle es sich dann aber zwangsläufig um proprietäre Entwicklungen.