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22.11.1996 - 

Erste Systeme kommen im Herbst 1997

IBM liefert 64-Bit-RS/6000 nun doch mit Power-PC-620-Prozessoren

Wie der IBM-Chefdesigner für den Bereich RS/6000, Joseph Reger, mitteilte, sei es dem Entwicklungsteam in Somerset gelungen, eine verbesserte Version des Power-PC 620 zu erarbeiten, die die Bezeichnung "Power PC 620 Enhanced" trägt. Dabei handele es sich um einen 64-Bit-fähigen Chip mit Binär-Rückwärtskompatibilität zum 32-Bit-Design. Das bedeutet, daß ältere 32-Bit-Anwendungen unverändert auf den 64-Bit-Rechnern laufen können.

Noch vor wenigen Wochen hatte der weltweit verantwortliche RS/6000-Chef Mark Bregman in einem Interview mit der COMPUTERWOCHE Performance-Probleme und Verzögerungen bei der Entwicklung des Power-PC-620-Mikroprozessors eingeräumt. Die Hoffnungen des Managers ruhten deshalb auf einer ande- ren Power-PC-Entwicklung des AS/400-Designteams in Ro- chester, die unter dem Namen "Apache" gehandelt wird.

SMP-Rechner in zwei CPU-Varianten geplant

IBM will nun im Herbst 1997 zwei verschiedene 64-Bit-SMP-Systeme auf den Markt bringen. Zum einen handelt es sich dabei um Maschinen mit Power-PC-620-CPUs, die mit 180-Megahertz getaktet sind. Die zweite Variante basiert auf dem Apache-Prozessor, soll ebenfalls 64-Bit-fähig sein und mit der gleichen Version des Betriebssystems AIX arbeiten.

Im Vergleich zu den 620er Prozessoren sollen die Apache-CPUs eine höhere Leistung bieten. Reger zufolge sind die Apache-Chips speziell für die Transaktionsverarbeitung optimiert, wo es auf eine hohe I/O-Performance ankommt. Die 620er Varianten sollen dagegen eine ausgewogene Leistung hinsichtlich Floating-Point- , Integer- und Transaktionsaufgaben bieten.

Die 604er CPUs können laut Reger in den Rechnern ohne Modifikationen durch 620er Prozessoren ausgetauscht werden. Die aktuellen 604-basierten Systeme ließen sich in der ersten Jahreshälfte 1997 durch den "604e"-Chip mit 200 Megahertz Taktrate aufrüsten. Ein halbes Jahr später sei ein Austausch gegen 620er CPUs auf Kundenwunsch möglich. Die Seriennummer bleibe dabei unverändert, so daß Anwender zwei Generationswechsel mit dem gleichen Rechner vollziehen könnten.

Der 604e bringe je nach Modell eine Leistungssteigerung von bis zu 50 Prozent, verspricht der IBM-Manager. Die aktuellen 604er Chips sind im SMP-Verbund mit 112 Megahertz getaktet, die E-Variante arbeitet mit 200 Megahertz und einem verbesserten Speicher-Controller. Mit dem 620-Chip ließe sich nochmals eine Steigerung um etwa 40 Prozent erzielen, so Reger. Im Herbst 1998 werde Big Blue darüber hinaus eine schnellere Variante des Apache-Prozessors mit verdoppelter Leistung anbieten.

IBM war wegen der Probleme bei den 620er-Power-PC-Chips im Bereich der 64-Bit-Rechner gegenüber Konkurrenten wie DEC oder SGI in Rückstand geraten. Nach den Aussagen Regers wird der Hersteller nun doch zeitgleich mit den Wettbewerbern im Herbst 1997 mit Systemen auf den Markt kommen. Bis dahin soll auch entsprechende 64-Bit-Software verfügbar sein.