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22.10.2004

IBM liefert solide Zahlen

Doch auch der Branchenprimus muss kämpfen.

Relativ unbelastet von der IT-Krise zieht IBM an der Spitze der Branche weiterhin seine Bahnen. Der Konzern ist inzwischen so positioniert, dass Schwächen in einem Bereich von anderen Abteilungen ausgeglichen werden können. Solche Sorgenkinder gibt es durchaus, auch wenn die Gesamtzahlen auf den ersten Blick eine andere Sprache sprechen.

Mit Ausnahme der Sparte Global Financing konnte IBM im dritten Quartal in allen Segmenten seine Einnahmen verbessern. Innerhalb der einzelnen Divisionen läuft aber längst nicht alles rund. Der Hardwaresektor profitierte vornehmlich von der Nachfrage nach Mainframes, Klein-Servern und Notebooks. Die Umsätze mit x86-Servern stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 26 Prozent, Blade-Rechner verbesserten sich sogar um 140 Prozent. Demgegenüber gab es Rückschläge für die "P-Series"-Familie, deren weltweite Einnahmen stagnierten.

Auch die Rechner der "I-Series"-Reihe bereiten weiter Probleme. Die Anwender wollen nicht so schnell auf die neue Generation mit Power-V-Prozessoren wechseln, wie IBM es gerne hätte. Finanzchef Mark Loughridge musste deshalb einen Umsatzeinbruch um 26 Prozent melden. Die Softwaresparte zeichnete ebenfalls kein einheitliches Bild, konnte sich insgesamt aber verbessern.

IBM Global Services, die Dienstleistungssparte des Konzerns, war wieder einmal der Stabilisator des Geschäfts: Acht Verträge, die im dritten Quartal geschlossen wurden, waren mehr als 100 Millionen Dollar wert; ein Deal lag über einer Milliarde Dollar. Dafür musste IBM die Kündigung eines fünf Milliarden Dollar schweren Outsourcing-Kontrakts durch die Investmentbank J.P. Morgan Chase verschmerzen.

Das gravierendste Problem des Konzerns war indes hausgemacht: IBM musste sich mit Ex-Mitarbeitern vergleichen, die gegen eine Änderung in der Pensionskassenregelung geklagt hatten. Dies schlug allein im dritten Quartal mit einer Belastung von insgesamt 320 Millionen Dollar zu Buche. So verzeichnete der Konzern lediglich einen mageren Anstieg des Profits von knapp einem Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar.

Dennoch zeigten sich die Investoren mit dem Ergebnis zufrieden, der Aktienkurs legte nachbörslich um zwei Prozent zu. Grund für die Zunahme war der relativ optimistische Ausblick, den das Management abgegeben hatte. (ajf)

Einnahmen im dritten Quartal

Segment / Umsatz / Veränderung zum Vorjahr

Global Services / 11,4 Mrd. $ / +10 %

Hardware / 7,5 Mrd. $ / +12 %

Software / 3,6 Mrd. $ / +5 %

Global Financing / 0,6 Mrd. $ / -11 %

Sonstiges / 0,3 Mrd. $ / +4 %

Gesamt / 23,4 Mrd. $ / +9 %