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23.02.1990 - 

Bessere IIN-Nutzungsmöglichkeiten im Bereich öffentlicher Netze angestrebt

IBM macht weitere Schritte in Richtung TCP/IP und X.25

WHITE PLAINS (IDG) - IBM nimmt offensichtlich zunehmend Multivendor-Netze ins Visier. Geplant sind eine TCP/IP-Unterstützung für die OS/2 Extended Edition und der X.25-Support für das IBM Information Network (IIN). Außerdem soll die Geschwindigkeit der X.25-SNA-Interconnection-Software (XI) erhöht werden.

Die neue TCP/IP-Version gestattet es Anwendern von OS/2-Microcomputern, mit jedem x-beliebigen Rechner zu kommunizieren, der auf den besagten Standard "zurückgreift". Durch die jüngste Ergänzung ist die TCP/IP-Palette von Big Blue fast komplett. Lediglich für DOS/VSE fehlt noch die entsprechende Weichenstellung.

IBMs TCP/IP für OS/2 eignet sich darüber hinaus für einen Einsatz weniger bekannter Dienste wie "remote execution" über das "Routing Information Protocol" (RIP). Das Modul ist für Workstations vorgesehen, die entweder an einen Token Ring, an Ethernet oder ein 802.2-LAN angekoppelt sind. Bisher noch nicht abgedeckt wird allerdings der Bereich WAN-Links, insbesondere im Falle von X.25-Verbindungen.

Mit der Auslieferung der TCP/IP-Version ist im März dieses Jahres zu rechnen. Die Kosten sollen bei 675 Dollar und bei 1675 Dollar für die Quell-Code-Fassung liegen.

IBMs IIN bewegt sich bisher in den Schranken der SNA-Welt und hinkt damit erheblich hinter anderen Netzangeboten, beispielsweise von Tymnet und der Spring Data Group, hinterher. So "verstand" sich IIN bisher auf SDLC, BSC und asynchrone Protokolle.

Der X.25-Support nun bedeutet, daß Nicht-IBM-Hosts über die Paketvermittlung mit dem IBM-Netz verbunden werden und der Nutzer diese Host-Rechner über 3270-Terminals erreichen kann.

Die monatlichen Gebühren für die Nutzung einer X.25-Netzverbindung variieren von 1050 Dollar bei einer Übertragungsgeschwindigkeit von 9,6 Kilobit pro Sekunde bis zu 4200 Dollar für 56 Kilobit pro Sekunde. Zusätzlich fällt ein Betrag von 998 Dollar für die Installation an. Die Kosten für die aktuelle Nutzung der X.25-Terminals liegen dann nochmals bei 3,70 Dollar pro Stunde.

Der IBM-Upgrade von XI ist vor dem Hintergrund zu sehen, daß dieses Produkt in puncto Geschwindigkeit bis dato der eigenen NCP-Software das Wasser nicht reichen konnte. Die Übermittlungsrate klettert nun von 56 auf 256 Kilobit pro Sekunde, wobei an eine Verbindung von einem IBM 37X5 Communication Controller und "fremden" Komponenten beziehungsweise Rechnern gedacht ist.

XI Version 2, Release 2, soll ab Ende Mai für MVS und ab Ende Juni für VM erhältlich sein.

Die Kosten für das aufpolierte XI bewegen sich zwischen 15 120 und

27 720 Dollar (einmalige Summe). Die monatlichen Gebühren variieren zwischen 420 bis 770 Dollar. +