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26.10.1990 - 

Fachgemeinschaft Büro- und Informationstechnik unter neuer Leitung

IBM-Manager Eßlinger löst Nasko im VDMA-Vorstand ab

FRANKFURT (CW) - Der bisherige Vorsitzende der Fachgemeinschaft Büro- und Informationstechnik im VDMA, Horst Nasko, wurde nach zwei Amtsperioden turnusgemäß abgelöst. Die Mitgliederversammlung bestimmte Anfang Oktober in Nürnberg Alfred Eßlinger zu seinem Nachfolger. Nasko wird neben Jörn Peter Stielow einer der beiden Stellvertreter Eßlingers.

Eßlinger, "hauptamtlich" als Mitglied der Geschäftsführung der IBM Deutschland tätig, will in seiner neuen Funktion dazu beitragen, die vordringlichsten Aufgaben zu bewältigen, die wahrend seiner Amtszeit auf die Branche zukommen.

In diesem Zusammenhang nannte er die Sanierung der informationstechnischen Industrie in Ostdeutschland und die Vorbereitung und Ausgestaltung des europäischen Binnenmarktes, "damit eine starke europäische Informationstechnik im Wettbewerb der Triade Europa - USA - Asia Pacific bestehen kann"

Der scheidende Vorsitzende Nasko wertete die Entwicklung, die die Branche im ersten Halbjahr 1990 genommen habe, als "positiv". Alle Indikatoren wiesen darauf hin, daß das im Frühjahr prognostizierte Wachstum von acht Prozent für die informationstechnische Industrie einschließlich Software und Dienstleistungen für das Gesamtjahr l990 erreicht oder sogar übertroffen werde (siehe auch CW 42 Seite 10: "IuK-Industrie wächst dank Inlandsnachfrage um sechs Prozent").

Einzig die bürotechnische Hardware fällt dem Ex-Nixdorf-Chef zufolge aus dem "positiven Gesamtrahmen" heraus. Dieser Bereich sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Umsätze seien um 13,8 Prozent, die Aufträge um 14,2 Prozent gesunken.

Einzig der Außenhandel mit bürotechnischen Erzeugnissen weise eine ausgeglichene Bilanz auf. Die Einfuhr sei um 2,2 Prozent auf 1,47 Milliarden, die Ausfuhr um 2,1 Prozent auf insgesamt 1,53 Milliarden Mark gewachsen, so daß sich ein leichtes

Plus von 62 Millionen Mark ergebe .

Genauso wie der Vorsitzende des Fachverbandes Informations- und Kommunikationstechnik im ZVEI, Klaus Krone, monierte Nasko, daß die in der amtlichen Statistik dokumentierten Hardwarezahlen kein realistisches Bild der Branche mehr geben könnten, weil die für Wachstum und Dynamik wichtigen Bereiche Software und Dienstleistungen nicht berücksichtigt würden. Diese Sektoren wachsen seiner Darstellung zufolge weiterhin zweistellig.

Die ehemalige DDR betreffend, rief Nasko zu einer "realistischen und nüchternen" Einschätzung der Perspektiven auf. In Teilbereichen wie dem Office-Sektor habe es bereits im ersten Quartal 1990 eine beträchtliche Steigerung der innerdeutschen Lieferung um 229,5 Prozent von 1,27 Millionen auf 4,18 Millionen Mark gegeben. Hiervon hätten allerdings in erster Linie Hersteller von Schreibmaschinen, Tisch- und Taschenrechnern sowie Kopierern profitiert.

Für das gesamte Spektrum der IT-Nachfrage seien realistischerweise aber größere Steigerungen erst im kommenden Jahr zu erwarten.