Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Vereinheitlichte Tools in der Kommunikationslandschaft


03.07.1987 - 

IBM: Mehr Kommunikation - weniger Operating

BERLIN (b0 - Die patentrechtlichen Schwierigkeiten der IBM Deutschland im Zusammenhang mit der kürzlichen Ankündigung neuer "Netview"-Netzwerkmanagement. Produkte sind behoben (vergleiche CW Nr. 26, Seite 1). In Berlin wurden jetzt die US-Angaben für den bundesdeutschen Markt bestätigt, präzisiert und mit Einzelheiten über ergänzende Kommunikationsprodukte erweitert.

"Netview Release 2" ist jetzt als das zentrale Instrument für die Automatisierung der System- und Netzwerkbedienung unter allen Betriebssystemen der 370-Systeme VSE, VM, MVS/370 und MVS/XA zu

sehen. Es ermöglicht den Betrieb von verteilten 370-Systemen ohne Bediener vor Ort; in Fällen, die dennoch den Eingriff des Operators fordern, wird der zentrale Operator informiert.

"Netview/Access Services" steuert den Netzwerkzugriff und prüft die Benutzer-Autorisierung sowohl durch das Netz als auch für die Anwendung. Es kann den Benutzer automatisch mit den gewünschten Anwendungen verbinden und erlaubt das gleichzeitige Arbeiten mit mehreren Anwendungen. Springen zwischen den einzelnen Anwendungen erfolgt über Programmfunktionstasten (hot key).

Hervorgehoben wurde in Berlin auch die neue "Inter-System Control Facility" (ISCF), durch die der Systembediener jetzt Betriebssystem und Subsysteme in enger Zusammenarbeit mit Netview auf einem dezentralen 370-System starten kann. Ein neues Release von "Netview/ PC", das mit Netview kommuniziert, soll die Leitungskosten, die durch Übertragen der Netzwerkmanagement-Informationen entstehen, erheblich reduzieren.

Ein weiterer Schritt in Richtung bedienerlosen Betrieb ist über ein neues VM/DSNX (Distributed System Node Executive) möglich. Dieses Programmprodukt unterstützt die zentrale Verteilung von Programmen, Daten und Softwareänderungen auf verteilte VM-Systeme. Bisher konnten schon MVS- oder VSE-Zentralen entfernte 370-Systeme unter VSE/SP oder 8100-Systeme unter DPPX automatisch mit Softwareänderungen versorgen. Dies geschieht durch das Zusammenwirken der Produkte DSX (Distributed Systems Executive) auf dem Zentralsystem und DSNX auf dem dezentralen System. Es sei geplant, zu einem späteren Zeitpunkt DSX Version 3 für VM auch auf dem Zentralrechner verfügbar zu haben. Auch werde es damit möglich sein, von einem WS- oder VSE-gesteuerten Zentralsystem aus Software an dezentrale VM-Systeme zu übermitteln.

Mehr Industrietauglichkeit glauben die IBMer der 9370 über eine neue Version des Programms TCP/ IP (Transmission Control/Internet Protocol) vermittelt zu haben. Es unterstützt den integrierten IEEE802.3-Ethernet-Anschluß. Dies ermöglicht zum Beispiel die Verträglichkeit der IBM 9370 mit Systemen anderer Architekturen (IBM 6150, DEC VAX etc.). Zusätzliche Dialogstationen und Steuereinheiten sollen darüber hinaus die Einsatzmöglichkeiten erweitern. Ferner könne die 9370 unter VM und VSE jetzt über Wählleitungen und Multipoint-Standleitungen mit anderen SNA-Systemen verbunden werden. Damit stehen den multinational operierenden Unternehmen jetzt auch die bei entsprechend hohen Datenvolumina wirtschaftlich attraktiven internationalen X.25-Verbindungen offen.

Angekündigt wurde ferner für die Serie/1 unter EDX Version 6 APPC (Advanced Program-to-Program Communication), LU 6.2. Bisher war APPC bereits für das Betriebssystem RPS verfügbar, für EDX jedoch "nur" Start/Stop, BSC und SNA. Damit sind die /1-Rechner weiter in die Programm-zu-Programm-Kommunikation innerhalb von SNA miteinbezogen. Gleichzeitig wird der Hauptspeicher für die Modelle J00 und K00 der Serie-/1-Systeme 4956 auf 14 Megabyte erweitert.