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13.11.1992 - 

Erste 2-GB-Laufwerke im 3 l2-Zoll-Format

IBM mit jüngster Ankündigung dem Wettbewerb wieder voraus

MÜNCHEN (CW) - Gute Chancen im OEM-Geschäft sieht das US-Marktforschungsinstitut IDC für die IBM-Speicher-Division Adstar in bezug auf die neuen 3 I/2-Zoll-Laufwerke der Armonker. Mit diesen Speicherprodukten für 2 GB Daten hat Big Blue laut IDC im Technologierennen erneut die Nase vorn.

IBM tritt bei den 3 l/2-Zoll-Laufwerken wieder als Vorreiter Sachen Speicherkapazität auf. Nach der 3 l/2-Zoll-Drives mit 1 GB Speicherkapazität, mit denen die Akers-Company eigenen Angaben zufolge als erster Anbieter auf den Markt kam, folgen nun Produkte mit dem doppelten Fassungsvermögen. Ferner kündigt das Unternehmen Massenspeicher im 5 l/4-Zoll-Format an, die 4GB Daten speichern. "Wir waren die ersten Hersteller eines 3 1/2- Zoll-Laufwerks für 1 GB Daten nun sind wir auch bei den 2-GB-Laufwerken die ersten", behauptet Adstar-General-Manager Ray Abu-Zayyad. Die Laufwerke sollen als Daten-Pool für Minicomputer und High-end-Server dienen.

Die beiden neuen 3 1/2-Zoll-Modelle "MLH" und "NLH" verfügen laut IBM über ein SCSI-2-Interface und bieten eine Transferrate von 20 MB/s. Sie integrieren schwer magnetisierbare Schreib-Lese-Köpfe der zweiten Generation - die ersten Schreib-Lese- Köpfe mit dieser Technologie wurden in den 1- GB-Laufwerken verwendet. Dem britischen Nachrichtendienst "Computergram" zufolge sollen die SCSI-2-Laufwerke etwa 2800 Dollar kosten. Für knapp 300 Dollar mehr (3080 Dollar) ist die 3 1/2 Zoll-Version "PIS" erhältlich. Der Anschluß erfolgt hier über eine IPI-2-Schnittstelle - mit dieser IPI- Ausführung habe Big Blue auf Kundenwüsche reagiert, vermuten die Analysten von IDC.

Das größte Fassungsvermögen weisen die 5 l/4-Zoll-Laufwerke "CSH", "DSH", "ESH" und "FSH" auf, die für 4 GB Daten konzipiert sind. Dabei sind in einem 5 l/4-Zoll-Gehäuse je zwei 3 l/2-Zoll-Laufwerke der neuen 2-GB-Generation untergebracht, die als eine logische Einheit fungieren. Bei diesen Produkten wird für die Datenübertragung mehr Zeit benötigt als bei den 3 l/2-Zoll-Drives: Die Daten gehen hier mit einer Geschwindigkeit von 10,4 MB/s über die Leitung. Vorteile verschafft sich die IBM den Analysten zufolge durch den relativ kurzen Produktzyklus.

Während sind die anderen Hersteller etwa auf einen Zeitraum von 18 bis 24 Monaten eingependelt haben, in dem sie die Kapazitäten verdoppeln, kommt man bei der IBM auf 15 Monate, erklären die Marktforscher. Damit sichert sich Big Blue einige Monate Marktvorsprung -den auch OEMs erhalten, die sich für die IBM-Plattenlaufwerke entscheiden.

Bei den 1-GB-Laufwerken haben die Armonker 1992 nach Einschätzung der Analysten OEM-Geschäft mit einem Weltmarktanteil von 35 Prozent die Nase vorn. Insgesamt, also einschließlich der Laufwerke für die eigene Palette, rechnet Abu Zayyad für l992 mit einer Zahl von 200 000 ausgelieferten 1-GB--Laufwerken.

Mit noch höheren Absatzzahlen jonglieren die Markforscher. Sie schätzen, daß Big Blue 1992 etwa 265 000 Laufwerke verkaufen wird, davon gehen laut IDC ungefähr 25 Prozent an OEMs.

Unantastbar ist die Markführerschaft der IBM in bezug auf die 1-GB-Laufwerke im OEM-Bereich nach Ansicht der Analysten jedoch nicht. Mittlerweile ziehen die anderen Hersteller mit gleichwertigen Produkten nach. Sie nutzen ebenfalls die OEMs als Vertriebskanal. Alexa McCloughan von IDC geht deshalb davon aus, daß die Marktanteile von Anbietern wie HP und Digital Equipment in bezug auf diese Produkte in den nächsten sechs Monaten steigen werden.

Die beiden Minicomputer-Hersteller deren konsolidierte Marktanteile ungefähr dem Anteil der IBM entsprechen, belegen dem zweiten sowie den dritten Platz der Marktführerliste. Nur eine kleine Rolle spielen im OEM-Geschäft Unternehmen wie Hitachi, Conner, Seagate und Maxtor. Nimmt man alle an OEMs gelieferten 1-GB-Plattenspeicher, kommen von diesen Anbietern zum Teil weniger als fünf Prozent. Betrachtet man die gesamte Marktpotenz dieser Hersteller, kommt außerdem noch hinzu, daß sie im Gegensatz zu IBM, HP und DEC keine eigenen Rechner anbieten und damit keinen Eigenverbrauch von Plattenlaufwerken aufweisen.