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31.05.1991 - 

Anwender wechseln die Mainframe-Bürosoftware

IBM nimmt Profs zugunsten von Officevision vom Markt

WHITE PLAINS (IDG) - Big Blue hat den Verkauf des "Professional Office System" (Profs) offiziell eingestellt. Da die Bürokommunikations-Software nur noch für einen begrenzten Zeitraum gewartet werden soll, migrieren IBM- treue Anwender jetzt zum ähnlich gestalteten Bürosystem Officevision/VM.

Bis zur Auslieferung der zweiten Officevision/VM-Version, so ist aus IBM-Kreisen zu vernehmen, können Profs-Anwender noch mit einer Unterstützung ihrer Software rechnen. Auf einen Termin hat sich IBM allerdings noch nicht festgelegt. Analysten rechnen mit einem Zeitraum von zwölf bis 18 Monaten.

Um sicher zu gehen, haben viele Anwender bereits damit begonnen, auf Officevision/VM zu wechseln, noch bevor die verbesserte Version am Markt erhältlich ist. Der Öl-Konzern Texaco in Tulsa/Oklahoma zum Beispiel wollte seine 13 000 Profs-User ursprünglich erst im nächsten Jahr nach Officevision überführen. Heute zu wechseln, so ein Unternehmenssprecher, habe wegen der geringen Vorteile kaum Sinn.

Kurz entschlossen hat Texaco jetzt seine Pläne geändert: Bereits von diesem Sommer an sollen 2000 Anwender mit Officevision arbeiten. Für diese Nutzer wird der Öl-Multi nämlich keine Verlängerung der Profs-Lizenz mehr erhalten. "Es ist frustrierend, Officevision kaufen zu müssen, obwohl das Profs-System doch alle Features und Funktionen liefert, die unsere Anwender benötigen", kommentiert Don Price, Profs-Beauftragter bei Texaco.

Die alte Bürosoftware unterscheidet sich in ihrer Funktionalität nur geringfügig von der neuen. "Abgesehen von einigen wenigen Features, gibt es kaum Unterschiede zwischen Profs und Officevision/VM", betont Rebecca Hudnall, Systemprogrammiererin bei der Wells Fargo Bank in San Franzisko, in einem Gespräch mit der CW- Schwesterpublikation "Network World". Schon im vergangenen Jahr waren in ihrem Unternehmen 6200 Profs-User auf Officevision/VM umgestiegen. "Wäre den Anwendern nicht gesagt worden, daß sie mit einer anderen Software arbeiten, sie hätten es kaum gemerkt", betont die Programmiererin.

IBMs strategischer Plan, Profs durch Officevision zu ersetzen, ist nach Einschätzung von Insidern auf das gestiegene Interesse an Client-Server-Verarbeitung zurückzuführen, die durch die neuere Software unterstützt wird.

Mit Officevision/VM lassen sich Daten verteilen und zwischen Mainframes, Minicomputern und lokalen Netzwerken austauschen, während Profs allein auf die Kommunikation zwischen Mainframe-Anwendern zugeschnitten ist. +