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Anwender-Forum hospitierte in Bonner Uni:


05.10.1979 - 

IBM: Öffentliche Intelligenz besser verteilen

BONN (je) - Von der "Kontinuität des Dialogs, den die Kunden mit uns führen", sprach Rolf-Dieter Leister aIs neuer Leiter des IBM-Geschäftszweigs Datenverarbeitung. Seine Worte gaIten Bediensteten aus Amtsstuben, Hochschulen und Kasernen. Vom 25. bis 27. September beherbergte die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn das "Forum für Wissenschaft und Verwaltung", veranstaltet von der zuständigen IBM-DV-Unterabteilung ("Branchenzentrum") in Zusammenarbeit mit dem Regionalen Hochschulrechenzentrum (RHRZ) der Bonner Uni. Auf dem erstmals als "Anwenderkongreß" apostrophierten Forum wurden in Referaten und Praktika IBM-Hard- und Software-Produkte in dedizierten Organisationsformen und Konzepten vorgestellt.

Auf Reibungen im Zusammenspiel zwischen Menschen und Maschinen - dargestellt am Beispiel des zentralen Besoldungsbüros der Düsseldorfer Landesregierung - wies der Mathematikprofessor und Bonner Prorektor Rolf Leis hin. Nicht bei jedem Konflikt gehe es auf seiten der Menschen so geräuschlos zu wie bei den unlängst bekanntgewordenen Überzahlungen. Eine Abgrenzung der Universität zum Marktführer war in Leis' Begrüßungsansprache nicht enthalten.

Hilfe, aber auch Unbehagen bedeutet die DV nach Ansicht von Eberhard Hönig, Bürgermeister der Stadt Bonn, für den einzelnen.

Hönig kritisierte, daß die von einem Computer initiierte Neufestsetzung einer Rente mit längerer Unsicherheit des Betroffenen verbunden gewesen sei und am Ende eine Differenz erbracht habe.

Für einen verstärkten Einsatz verteilter Intelligenz im öffentlichen Bereich sprach sich IBM-Leister aus. Bei diesem "Transport des Fortschritts in verbesserte Dienstleistungsqualität" sei IBM schon immer führend gewesen. Als Beispiele für Verbesserungsmöglichkeiten nannte er das Büro der Zukunft und Informations-Retrieval-Systeme.

Privat-Dozent Dr. Frederic Vester kritisierte in seinem Vortrag zur menschlichen Lernbiologie das überkommene Schulwesen: Der den Organismus erfassende Lernvorgang werde "zu einem abstrakt-verbalen Teilprozeß degradiert". Die Datenverarbeitung sei in Gefahr, sich vollends am Menschen vorbeizuentwickeln; sie habe aber auch die Chance, entstandene Lücken zu schließen und dem Menschen die Orientierung in seinem Umfeld zu erleichtern.