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12.04.1985 - 

Zwei neue Modelle der XT-Version angekündigt:

IBM-PC-Erweiterung: Verkappte Preissenkung

STUTTGART (CW) - Binnen 30 Tagen stellte die IBM Corp. die "PCjr"-Produktion ein und brachte PC-Erweiterungen heraus. Die Ankündigung neuer XT-Modelle (siehe Kasten, Seite 2) gilt auch für den bundesdeutschen Markt. Beim Mehrplatzsystem PC AT klemmt's freilich nach wie vor.

Wurde der IBM-Kleinrechner PC XT bisher in der Grundausstattung mit 128 KB Hauptspeicher, einem 360-KB-Diskettenlaufwerk und einer 10-MB-Festplatte angeboten, so kann der Anwender nunmehr zwischen zwei weiteren Standard-Varianten wählen. Hinzugekommen sind der PC XT FD (Festplatte, Diskettenlaufwerk) und der PC XT DD (zwei Diskettenlaufwerke) - jeweils mit 256 KB Hauptspeicher. Die Auslieferung beider Versionen soll sofort beginnen. Der mit 128 KB bestückte XT wird hierzulande nach Angaben des Herstellers im Juli aus dem Vertrieb genommen.

Mit keinem Wort erwähnt die deutsche Ankündigung der im IBM-Jargon "neuen" XT-Modelle, daß es sich im Grunde um "alte Hüte" handelt. Hinter dem PC XT DD verbirgt sich nämlich der inzwischen vier Jahre alte PC mit zwei Diskettenlaufwerke, erweitertem Arbeitsspeicher und acht Steckplätzen. Auch der PC XT FD, die PC-Festplattenversion, steht als XT - versehen mit zusätzlichen RAM-Chips - schon seit nahezu einem Jahr in den Regalen der IBM-Händler. Neu ist lediglich die Preisreduktion von rund 7 Prozent gegenüber den bislang handelsüblichen XT-Versionen mit 256 KB Hauptspeicher.

Die Preispolitik der IBM bietet neuen Nährboden für Spekulationen, Big Blue werde in Kürze mit einem Ersatz für das gegenwärtige PC-Grundmodell aufwarten. "Es ist typisch für die IBM, zwei bis drei Monate vor einer neuen Produktankündigung die Preise zu senken", meinen Marktbeobachter, die sich an den drastischen Preisverfall von 18 bis 23 Prozent im Juni 1984 erinnern. Er betraf nahezu die gesamte PC-Palette. Im August wurde dann der Mehrplatzmikro PC AT angekündigt.

Nach Meinung des amerikanischen Marktforschungsinstituts Infocorp wirkt sich die jüngste Entscheidung, die mit Festplatte oder zwei Laufwerken bestückten Geräte billiger anzubieten, indirekt auf rund 60 Prozent des IBM-Umsatzvolumens im PC-Bereich aus. Von den insgesamt 870 000 IBM PC, die nach Angaben des Instituts weltweit im letzten Jahr verkauft wurden, seien rund 50 bis 60 Prozent mit zwei Diskettenlaufwerken ausgestattet. Darüber hinaus habe der Hersteller insgesamt 340 000 XT-Modelle mit Festplatte abgesetzt.

"Das Gros der Anwender benötigt erfahrungsgemäß mehr Hauptspeicher. Deshalb haben wir uns entschlossen, den XT mit mindestens 256 KB anzubieten", lautet die Begründung seitens der Stuttgarter IBM-Zentrale.