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19.04.1984 - 

Interface für PC-Anschluß unter SDLC an Datex-P:

IBM PC greift auf öffentliches Netz zu

STADE (CW) - Mit dem SDX-Interface der Schneider Computer Leasing, Stade, läßt sich der IBM PC in SNA/SDLC-Umgebung (3270-Emulation) an das Datex-P-Netz der Bundespost anschließen.

Das SDX-Interface dient nach Angaben des Anbieters als Verbindungselement zwischen dem IBM PC und einem Modem, das mit dem Datex-P-Netz verbunden ist. Der Kanal ist dabei als PVC (Permanent Virtuell Channel) eingerichtet.

Im SNA-Host-Rechner werden die zu übertragenden Daten auf der Vermittlungsebene mit dem Transmission Header (TH) und einem Request/Response Header (RH) versehen. Sie steuern die logischen Zustände und Übertragungsprotokolle der Übertragungseinheit.

In der Sicherungsebene (SDLC) wird dem Datenpaket der SDLC-Frame-Header hinzugefügt, der aus einem Adreß- und Steuerfeld besteht. Wenn der IBM PC lokal arbeitet, ist der Cluster-Controller im SDX-Interface nach wie vor aktiv. Der Anwender kann die Datensichtgerätverarbeitung mit dem Großrechner jederzeit aufnehmen und wieder verlassen. Die Leitung muß nicht jedesmal neu aufgebaut (angewählt) werden.

Nach dem Laden des SDX-PC-Handler kann der Benutzer über eine Funktionstaste das Menü im SDX-Handler jederzeit aufrufen und die LUs dynamisch neu zuordnen. Ist die Verbindung aufgebaut, bleibt der SDX-Handler im Hintergrund und stellt die Daten entsprechend zur Verfügung. Die Kommunikation erfolgt über das SDX-Interface-Board, wo ebenfalls ein Prozessor (6580) softwaregesteuert arbeitet.

Jede LU hat einen Puffer, wo die letzte abgesetzte Information gespeichert bleibt, bis diese vom SDX-Handler dem Benutzer zur Verfügung gestellt wurde. Dies hat den Sinn, daß, wenn der Benutzer eigene Software geladen hat, die Information nicht verlorengeht.

Die Datenfelder können eine Länge bis zu 256 Bytes aufweisen. Auf der X.25-Paketebene ist eine Datenfeldlänge von maximal 128 Bytes zulässig. Daher müssen die SNA-Daten gegebenenfalls in entsprechend lange Blöcke aufgeteilt werden. Diese Aufteilung wird durch die Logical Link Control (LLC) gesteuert. Das heißt, es werden entsprechende Steuerdaten der Übertragung hinzugefügt. Das LLC bietet einige Sonderfunktionen, die es dem Host-Rechner ermöglichen, den logischen Zustand der fernen SDLC-Schnittstelle zu steuern. Die so entstandenen Datenpakete werden in der folgenden X.25-Transportebene mit Paketköpfen (PH) versehen, in denen Daten zur Übertragungssteuerung vorhanden sind. Sie enthalten unter anderem Kanalnummern, die es ermöglichen, über einen einzigen physikalischen Kanal bis zu 4096 logische Kanäle zu betreiben. Die Pakete selbst werden mit Hilfe des HDLC-Protokolls über ein Modem in das Datex-P-Netz der Deutschen Bundespost übertragen. Das HDLC-Protokoll richtet eine einwandfreie Übertragung ein, die aus Folgenummerierung, Prüfsummenbildung und selbst ständiger Korrektur von Übertragungsfehlern besteht.

Innerhalb des Datex-P-Netzes werden die Datenpakete nach postinternen Verfahren (X.75) von dem lokalen Knotenrechner zum fernen Knotenrechner vermittelt. An diesen Knotenrechner ist über ein Modem das SDX-Interface angeschlossen, das den Datenaustausch wiederum über X.25/HDLC-Protokoll durchführt. Anschließend stehen die SNA-Daten mit den LLC-Steuerfeldern im SDX-Interface zur Verfügung. Hieraus werden die ursprünglichen SNA-Frames wieder hergestellt und an den SNA-Cluster (SDX-Interface) übergeben. Der Zustand des Cluster-Controllers wird abhängig von den LLC-Steuerdaten beeinflußt. Der Datenaustausch über das Datex-P-Netz erfolgt vollduplex. Das SDX-Interface wird sofort nach Einschalten der Netzspannung aktiv.

Informationen: Schneider Computer Leasing, Erlengrund 14, 2160 Stade, Tel.: 0 41 41/8 13 87.