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15.02.1980 - 

"Allgemeine Kostensteigerungen" werden an die Kunden weitergegeben:

IBM-Preiserhöhung läßt Konkurrenz aufatmen

STUTTGART (CW) - Preiserhöhungen aufgrund "allgemeiner Kostensteigerungen", so der offiziell Pressetext, gab die IBM Deutschland, Stuttgart, bekannt. Die Mietpreise der meisten Produkte werden um fünf Prozent, die Kaufpreise einer Reihe von Produkten um drei Prozent und die Lizenzgebühren für einige Lizenzprogramme um fünf Prozent erhöht. Die Kaufpreis-Erhöhungen gelten seit dem 30. Januar die Änderungen der Mietpreise und Lizenzgebühren werden am 1. Mai 1980 wirksam.

Zu den Produkten, die von der Kaufpreis-Erhöhung nicht betroffen sind, zählen die Rechner 303X, die Mehrzahl der Zentraleinheiten des Systems /370, der Platten- und Bildschirmeinheiten, die Hauptspeichererweiterungen in Mosfet-Technologie sowie das System /32, die kleineren Modelle des Systems /34 und die Zentraleinheit 5110. Weder Kaufnoch Mietpreise wurden für das System /38, den Farbbildschirm 3279 und das Datensystem 5280 erhöht.

Preiserhöhungen will auch die Siemens AG, München, nicht ausschließen: "In unserer Preispolitik richten wir uns an den Marktbedürfnissen und der Wettbewerbsfähigkeit aus und geben, gerade auch in letzter Zeit, erzielte Produktivitätssteigerungen voll an den Markt weiter. Angesichts der vor allem bei Material und Lohnen anhaltenden Kostensteigerungen werden wir uns in absehbarer Zeit gezwungen sehen, an einigen Stellen begrenzte Preisanpassungen vorzunehmen."

Unklarheit über die zukünftige Preispolitik herrscht noch bei Sperry Univac, Sulzbach: "Sperry Univac hat mit Interesse die jüngste Preiserhöhung von IBM registriert. Wie schon in der Vergangenheit orientiert sich die Produktpolitik und damit auch die Preisgestaltung bei Sperry Univac primär jedoch an Faktoren, die sich aus der jeweiligen Unternehmenssituation und Zielsetzung ableiten."

NCR, Augsburg, hingegen sieht klar "Erstens: Aufgrund der von IBM angekündigten Preiserhöhungen wird NCR die Preise nicht ändern. Zweitens NCR sieht die Preis-erhöhungen als einen Wettbewerbsvorteil. Drittens: Ein weiterer Grund, die Preise nicht zu erhöhen ist,daß NCR im Markt nicht nur mit IBM im Wettbewerb steht,sondern auch mit anderen EDV - Herstellern,die die Preise nicht ändern."

Ebenfalls klare Vorstellungen hat die Amdahl Deutschland GmbH, München Hauptgeschäftsführer Dieter Knoppke: "In den nächsten drei Monaten erhöhen wir die Preise mit Sicherheit nicht. Das bedeutet nicht,daß wir uns dieTür für eine mögliche, spätere Preiserhöhung zuschlagen. Wir sehen nicht ein, daß wir jede Preiserhöhung der IBM mitvollziehen müssen, das ist nicht unser Stil."