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16.03.2001 - 

Orientierung der Hochschulabsolventen im Unternehmen dauert zu lange

IBM reorganisiert Einarbeitung

Attraktive Einstiegsprogramme sollen den Neuen den Start in den Berufsalltag so angenehm wie möglich gestalten. IBM Global Services startete ein zwölfmonatiges Programm für Berufseinsteiger. Karlheinz Mohr, Manager des Programms, erklärt CW-Mitarbeiterin Ingrid Weidner die Motive für die neue Karriereförderung.

CW: Verbirgt sich hinter Ihrer Initiative "Your Future@IBM" ein klassisches Trainee-Programm mit flotterem Namen?

Mohr: Mit einem Trainee-Programm hat "Your Future@IBM" wenig zu tun. Wir möchten den Hochschulabsolventen nach ihren langen Ausbildungszeiten an den Hochschulen keine weitere Ausbildungshürde zumuten. Allerdings haben wir die Erfahrung gemacht, dass es nicht ohne Orientierung geht, besonders bei einem großen Unternehmen wie IBM. Wenn Berufsanfänger direkt von der Hochschule im Unternehmen einsteigen, brauchen sie oft Monate, bis sie die Strukturen genau verstehen. Bei uns sollen sich die Leute von Anfang an wohl fühlen.

CW: Was erwartet die Teilnehmer des Programms? Was bieten Sie Hochschulabsolventen außer einer Orientierung im Konzern?

Mohr: Die Grundidee ist der inzwischen schon überstrapazierte Begriff des lebenslangen Lernens. Wir möchten fundierte IT-Kenntnisse und die neuesten Technologien vermitteln. Das gelernte Wissen können die neuen Kollegen sofort in der praktischen Projektarbeit bei Global Services umsetzen. Die Universitäts- und Fachhochschulabsolventen sollen in den zwölf Monaten auch einen Rhythmus von Lernen und Arbeiten kennen lernen, der für ihren späteren beruflichen Erfolg von zentraler Bedeutung ist.

CW: Sollen die Teilnehmer das Lernen neu lernen?

Mohr: In gewissem Sinne schon. Wir setzen bei den Theoriephasen neben dem klassischen Seminar und kleinen Lerngruppen häufig auch virtuelle Klassenzimmer und E-Learning-Methoden ein. Für die Teilnehmer wird es später eine Selbstverständlichkeit sein, wäh-rend der Arbeit zu lernen.

CW: Mit welchem Gehalt können die Hochschulabsolventen rechnen?

Mohr: Wir zahlen die branchenüblichen Gehälter. Die Teilnehmer erhalten das gleiche Gehalt wie die Direkteinsteiger.

CW: Welche Hochschulabsolventen möchten Sie für Your Future@ IBM gewinnen?

Mohr: Neben Informatikern möchten wir auch Absolventen naturwissenschaftlicher Fakultäten ansprechen. Physiker und Biologen beispielsweise verfügen oft über sehr gute Programmierkenntnisse und IT-Grundlagenwissen.

CW: Wie viele Teilnehmer nehmen am Programm teil?

Mohr: Für 2001 planen wir 200 Teilnehmer. Allerdings beginnen nicht alle gleichzeitig, sondern wir möchten monatlich mit einer Gruppe von 15 bis 20 Leuten starten.

CW: Welche Absolventen nehmen am Programm teil?

Mohr: Die ersten, die im Januar starteten, haben teilweise schon im Oktober bei uns begonnen und konnten sich entscheiden, ob sie am Programm teilnehmen. Eine direkte Bewerbungsmöglichkeit wird es nicht geben, sondern wir sprechen geeignete Bewerber im Vorstellungsgespräch auf die neue Möglichkeit an. In Zukunft möchten wir allen Hochschulabsolventen das Programm als gezielte Einstiegsmöglichkeit anbieten.

CW: Möchten Sie mit dem Pro-gramm in erster Linie die Führungskräfte von morgen ausbilden?

Mohr: Grundsätzlich wollen wir den neuen Kollegen den Einstieg in die Servicekultur und bei Global Services erleichtern. Gleichzeitig lernen wir die Hochschulabsolventen besser kennen und sehen es als eine Möglichkeit an, talentierte Teilnehmer früher und gezielter zu fördern und auf Führungsaufgaben vorzubereiten.