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10.03.2000 - 

Neue Trümpfe sollen gegen Unix stechen

IBM rüstet sein OS/390 für das E-Business auf

MÜNCHEN (CW) - IBM hat sein Mainframe-Betriebssystem OS/390 in der Version 2.9 vorgestellt. Mit neuen Features will Big Blue versuchen, eine Brücke in den von Unix dominierten E-Business-Markt zu schlagen.

IBM folgt mit der Version 2.9 von OS/390 der Devise: Es fühlt sich immer mehr wie Unix an, bleibt jedoch im Handling ein echtes Mainframe-Betriebssystem - mit den Vorzügen der besseren Skalierbarkeit, Verlässlichkeit und Sicherheit. Demzufolge hat Big Blue auch mit neuen Features versucht, die Migration von Unix-Applikationen auf die S/390-Rechner zu erleichtern.

Das Release 2.9 unterstützt jetzt auch 64 Bit lange Integer-Statements, was durch einen erweiterten C- und C++-Support der integrierten Unix-Systemservices erreicht wurde. Über das Standardprotokoll Java Database Connectivity (JDBC) können Anwender nun auf DB2-Datenbanken zugreifen. Des Weiteren wird Suns JDK in der Version 1.1.8 unterstützt, wobei IBM zum Ende des zweiten Quartals den Support von Java 2 angekündigt hat.

Ferner integrierte Big Blue den hauseigenen Applikations-Server "Websphere", der Java Servlets und Java Server Pages beherrscht. Websphere steht für das OS/390 gegenwärtig nur in der Standard-Version zur Verfügung, während Unix- und AS/400-Anwender bereits die leistungsfähigere Advanced-Variante einsetzen können. Diese ist nicht für Mainframes geplant, dafür bekommen die Anwender Mitte des Jahres gleich die Enterprise-Version spendiert.

Websphere Enterprise lässt sich mit den Transaktionsmonitoren Encina und Cics verbinden. Großen Mainframe-Shops dürfte dies eher entgegenkommen als die noch im letzten Herbst von IBM geäußerte Ankündigung, mit der OS/390-Version 2.9 einen Komponenten-Broker auf Basis der Enterprise Javabeans für die Entwicklung objektorientierter Applikationen auszuliefern.