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22.07.1988 - 

Big Blue versucht Markt über Lizenzforderungen zu verunsichern:

IBM sammelt Körbe von RISC-Herstellern

BURLINGAME/MÜNCHEN (CW) - Wenig Eindruck macht Mother Blue auf die RISC-Hersteller mit ihrem Ansinnen, Lizenzgebühren für RISC-Entwicklungen zu kassieren (siehe COMPUTERWOCHE Nr. 28 vom 8. Juli, Seite 6). Einer nach dem anderen gibt dem Branchenführer einen Korb.

Analysten sehen die IBM-Forderung als Manöver zur Verunsicherung des Marktes an. IBM versuche damit, die Entwicklung zu bremsen, bis sie mit eigenen RISC-Entwicklungen den Anschluß an den Stand der Technik wiedergefunden habe. Auch bestreiten Analysten den Schutzwert der IBM-Forschungen auf diesem Sektor. "Es ist, als ob Coca Cola Pepsi verklagen würde, weil diese auch ein Diätcola auf den Markt gebracht haben. RISC ist ein Konzept, genau wie Getränke mit reduziertem Kaloriengehalt", erklärte

ein Analyst von Dataquest.

Andere Branchenkenner verweisen darauf, daß außer in den IBM-Labors auch an den Universitäten von Berkeley und Stanford grundlegende RISC-Forschungen betrieben worden sind. Deren Ergebnisse sind öffentlich zugänglich. Eine Reihe von RISC-Herstellern wie Sun Microsystems, Hewlett-Packard und Mips Computer Systems haben mittlerweile IBMs Anspruch abgelehnt. Unisono wiesen sich die Vorstellung von sich, ihre Eigenentwicklungen seien auf IBM-Mist gewachsen.

IBM läßt unterdessen nicht locker. In einer von der Nachrichtenagentur vwd verbreiteten Stellungnahme behauptete der Branchenriese, daß jeder, der Informationssysteme entwickeln will, dazu der Patente von IBM bedarf".