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19.07.2002 - 

Dritte Speichergeneration vorgestellt

IBM schärft Shark die Zähne

MÜNCHEN (kk) - IBM hat in dieser Woche die dritte Generation seiner Highend-Speicher ("Shark") vorgestellt, die insbesondere dem EMC-Angebot das Wasser abgraben soll.

IBMs Neuauflage der "Enterprise Storage Server" ist in zwei Varianten zu haben: Modell "800" ist mit zweimal vier "Power-3"-Prozessoren (mit Kupferleiterbahnen) ausgestattet, die Version "800 Turbo" mit zweimal sechs CPUs. Damit erhöht sich nach Herstellerangaben die Leistung im Vergleich zum Vorgänger "Modell F" um das Doppelte (Modell 800) oder das Zweieinhalbfache (Turbo-Version). Die IBM-Ingenieure entwickelten zudem neue Device-Treiber und verdoppelten die Taktrate des internen Bussystems, so dass die Transferrate auf 3,2 Gbit/s steigt. Der prinzipielle Aufbau der Silos wurde aber nicht verändert und gleicht dem der "Symmetrix"-Speicher des Mitbewerbers EMC. Einzig Hitachi Data Systems setzt auf ein internes Switch-System, was von den meisten Analysten als die leistungsfähigere Lösung bezeichnet wird.

Die maximale Speicherkapazität der neuen Sharks liegt bei netto 22 TB - keine Steigerung gegenüber den Vorgängern. Dietmar Wendt, Vice President IBM Storage Systems Group für Europa, den Nahen Osten und Afrika (Emea), begründet das damit, dass die bislang mehr als 10000 ausgelieferten Shark-Speicher im Durchschnitt mit einer Festplattenkapzität von unter 5 TB ausgestattet sind. Damit die Performance auch unter Volllast nicht leidet, lässt sich das Silo mit unterschiedlichen Drives bestücken: Neben den Disks mit 18, 36 oder 72 GB, die 10000-mal in der Minute drehen, können auch die Drives mit 15000 Umdrehungen in der Minute eingebaut werden. Sie sind derzeit mit 18 und 36 GB zu haben. Die Raid-Levels lassen sich mischen: Eine Konfiguration mit Raid 5 und Raid 10 (Mirroring und Stripping) ist erstmals möglich.

Stolz ist Wendt auf die Ficon-Host-Adapter mit einem Durchsatz von 2 Gbit/s, die auch den Mainframe in ein offenes Speichernetz einbinden: "Hitachi hat diese Funktionalität erst kürzlich vorgestellt, EMC kämpft offenbar noch ein wenig damit." Für mehr Sicherheit und Verfügbarkeit sollen Elemente aus IBMs "Eliza"-Initiative sorgen. Das Speichersystem überwacht sich selbst, erkennt und eliminiert potenzielle Störquellen und stellt voraussagende Fehleranalysen an. Shark 800 soll ab Mitte August zu haben sein.