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16.05.2008

IBM schielt auf das SaaS-Geschäft

Der Konzern prüft sein Portfolio auf geeignete Mietsoftware.

Der zunehmende Trend in Richtung Software as a Service ruft auch die Großen der weltweiten IT-Branche auf den Plan. Neben Softwareanbietern wie Microsoft und SAP hat nun auch IBM durchblicken lassen, sich seinen Anteil am Markt für Mietsoftware sichern zu wollen. "Wir sehen für uns ein ungeheures Potenzial", sagte Kristof Kloeckner, Chefstratege von IBMs Softwaresparte, der "Financial Times Deutschland".

Noch bleiben die Absichten von IBM jedoch wenig konkret. Der Konzern experimentiere derzeit mit dem neuen Softwaremodell, ließ Kloeckner durchblicken. Allerdings wollte der Manager keine Umsatzziele für die kommenden Jahre nennen. "Experimentieren heißt aber nicht, dass wir das nicht ernsthaft betreiben", stellte er klar.

Experten zufolge werden die Geschäfte mit Mietsoftware, die Anwender über das Internet nutzen können, in den kommenden Jahren stark zulegen. So geht etwa das Marktforschungsunternehmen Gartner davon aus, dass bereits im Jahr 2011 rund ein Viertel aller weltweit verkauften Anwendungen als Softwareservice via Web genutzt wird. Andere Analysten rechnen mit einem noch höheren Anteil. Die Experton Group taxiert das Marktvolumen für SaaS-Lösungen in Deutschland für das laufende Jahr auf rund 300 Millionen Euro. Es sei nicht mehr die Frage, ob, sondern wann sich das neue Modell durchsetze, meint Alexander Kubsch von Techconsult.

Middleware zur Miete?

Wie sich IBM in diesem Umfeld positionieren will, ist noch nicht klar. Bislang werden SaaS-Lösungen hauptsächlich im Applikationsbereich angeboten, vor allem stark standardisierte Lösungen in den Segmenten Customer-Relationship-Management (CRM) und Human Resources (HR). IBM dagegen hat sich schon vor Jahren aus dem Anwendungsgeschäft zurückgezogen und konzentriert sich auf Infrastruktursoftware rund um Datenbanken und Middleware. Ob diese zum Teil komplexen Programme, die auch an die IT-Umgebungen der Kunden angepasst werden müssen, für SaaS eignen, bleibt abzuwarten.

Big Blue arbeitet derzeit verstärkt in Richtung Cloud Computing, um seinen Kunden nicht nur Software-Services, sondern alle im Unternehmen benötigten Computing-Kapazitäten aus dem Rechenzentrum anzubieten. Allerdings gleicht dieser Ansatz eher dem herkömmlichen Hosting-Geschäft, bei dem die Anwender den Betrieb ihrer IT an einen externen Dienstleister auslagern. Von der reinen Lehre des On-Demand-Computings, bei dem die Kunden die Rechenleistungen flexibel wie Strom aus der Steckdose nutzen können, ist dieses Modell weit entfernt.

Für IBM hängt vieles vom Softwaregeschäft ab. Die Sparte steuert einen Löwenanteil zum Konzernertrag bei. "Software ist ein Motor für das Wachstum", sagt Kloeckner. Bis 2010 soll rund die Hälfte des Ertrags damit erwirtschaftet werden. (ba)