Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

19.09.1980 - 

Speicherschreibmaschine und Textkommunikationssystem vorgestellt:

IBM schließt das Büro der Zukunft auf

STUTTGART- "Zur Integration von Text und Daten" bietet die IBM Deutschland zwei neue Produkte für die Informationsverarbeitung an. Der Unternehmensbereich Textverarbeitung vertreibt ein Schreib-System, die Basis-Datenverarbeitung (BD) ein Büro-System für Textverarbeitung und -kommunikation und - so IBM - "in bestimmtem Umfang auch für Datenverarbeitung". In Verbindung mit dem Anfang Juli vorgestellten Integrierten Textsystem sollen so die "traditionellen Grenzen" zwischen Text- und Datenverarbeitung immer mehr aufgehoben werden.

Das IBM Schreib-System aus dem Geschäftsbereich Textverarbeitung besteht aus mindestens einem Schreibplatz und einem Drucker. Zu jedem Schreibplatz gehören ein Bildschirm (25 Zeilen á 80 Zeichen), eine frei bewegliche 96-Zeichen Tastatur Steuereinheit mit 160 bis 224 KB Hauptspeicherkapazität sowie eine Disketteneinheit.

Setzt der Anwender das Schreib-System als Mehrplatzsystem ein, teilen sich bis zu drei Schreibplätze einen Drucker. Zwei Arten von Typenraddrucker mit einer Druckgeschwindigkeit von 40 oder 60 Zeichen pro Sekunde stehen zur Verfügung. Ein Kugelkopfdrucker mit 15,5 Zeichen pro Sekunde ist mehr für den "eingabeorientierten" Anwender interessant. Als zusätzliche Eingabemöglichkeit kann eine Magnetkarteneinheit angeschlossen werden.

Mit drei Bildschirmen, drei Disketteneinheiten sowie einem Typenraddrucker (40 Zeichen pro Sekunde) kostet das Schreib-System rund 55 500 Mark. Damit, so betont IBM, liegt der Preis für einen Schreibplatz unter 20 000 Mark.

Bestandteil der bislang bestehenden sechs Lizenzprogramme für das Schreib-System ist eine Korrekturhilfe-Funktion. Vom Bediener ausgelöst, vergleicht das System den eingegebenen Text mit dem 50 000-Wort-Inhalt eines gespeicherten Wörterbuches. Wörter, die nicht erkannt werden, erscheinen gekennzeichnet auf dem Bildschirm.

Bei dem Büro-System 5520 des Geschäftsbereiches Basis-Datenverarbeitung stehen vier Modelle der Zentraleinheit mit einer Speicherkapazität bis zu 130 MB auf Festplatten zur Wahl. Maximal sind 18 Bildschirmeinheiten, 23 Disketten, 12 Drucker sowie eine Magnetkarteneinheit anschließbar. Höchstens 16 Leitungen stehen für die Datenfernverarbeitung zur Verfügung. Diese DFV-Anschlüsse sind für die Kommunikation sowohl im SDLC- als auch im BSC-Bereich Geeignet.

Die anschließbaren Tintenstrahldrucker vom Typ 5258 arbeiten mit einer Geschwindigkeit von maximal 92 Zeichen pro Sekunde. Eine Konfiguration des Büro-Systems 5520, bestehend aus der Steuereinheit 5525 Modell 40, zehn Bildschirmen 5253, drei Tintenstrahldruckern 5258 sowie einem Lizenzprogramm kostet rund 350 000 Mark bei Kauf. Die Monatsmiete beträgt bei einem 36 Monatsvertrag 11 500 Mark, wobei hier die Gebühr für das Lizenzprogramm in Höhe von 630 Mark pro Monat hinzukommt. Diese Gebühr ist befristet und daher aus der Mietrate herausgerechnet.

Kernstück des Integrierten Textsystems, das der Geschäftsbereich Datenverarbeitung anbietet, ist das Informationssystem 8100, an das Textbildschirme 3732 mit der DIN-Schreibmaschinentastatur, Typenrad-Drucker 3736 und Stahlbanddrucker 3262 angeschlossen werden können. Zusätzlich können über Datensichtgeräte 327X oder 8775 - neben dem Datenaustausch mit einem zentralen System /370, 303X oder 4300 - auch Ganz- oder Bausteinbriefe erstellt und Nachrichten versandt und empfangen werden.

Das Lizenzprogramm Distributed Offices Support Facility (DOSF), das unter dem Betriebssystem Distributed Processing Control Executive (DPCX) des Informationssystems 8100 arbeitet, stellt ein Angebot von verschiedenen Funktionen für die Textverarbeitung zur Verfügung.

Eine Verbindung von Systemen IBM 8100 und 3730 zum zentralen Rechner bietet das Lizenzprogramm Document Interchange Facility, gedacht für Anwender, die individuelle Texte erstellen oder Dokumente wie Handbücher und Broschüren auf dem dezentralen Textsystem erfassen und anschließend mit Hilfe der Programme Document Composition Facility (DCF) und Document Library Facility (DLF) auf dem zentralen Rechner für den Druck besonders aufbereiten wollen.

Für die computerunterstützte Vorgangs- oder Sachbearbeitung wird das Anfang Juli angekündigte Programmprodukt IPDT für die integrierte Bearbeitung von Daten und Text eingesetzt (siehe auch CW 29/80, Seite 1 und 31/80, Seite 2).

Ein System mit einem Rechner 8100, fünf Datensichtgeräten 8775, einem Drucker 3287, fünf Textbildschirmen IBM 3732 und zwei Typenraddrucker 3736 kostet 9826 Mark monatlich.

Das Programm "Distributed Office Support Facility" wird einschließlich Service für eine monatliche Lizenzgebühr von 1327 Mark angeboten; die Auslieferung für Release 1 ist ab Juni 1981 geplant.

Das Lizenzprogramm "Document Interchange Facility", das ab Juli 1981 zur Verfügung stehen soll, besteht aus zwei komplementären Programmprodukten, die im zentralen Rechner für eine monatliche Lizenzgebühr von DM 718 Mark und in jedem angeschlossenen System IBM 8100 oder 3770 für 77 Mark monatlich installiert werden können.