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14.09.1979

IBM-Serie 1 hat zwar Zukunft, aber:DEC, HP und DG bleiben Herren am Minicomputer-Markt

WALTHAM (pi) - Die Serie /1 von IBM ist ein lebensfähiges Produkt und hat gute Zukunftsaussichten. Zu diesem Ergebnis kommt eine IDC-Untersuchung, die in der letzten Ausgabe von "Market Interface" auszugsweise erschienen ist. Market Interface berichtet regelmäßig über den Informationsverarbeitungs-Markt. Im laufenden Jahr, so sagt IDC voraus, werden weltweit 7300 Einheiten der Serie /1 ausgeliefert, 1980 fast die doppelte Anzahl. Um das Jahr 1983 soll die jährliche Lieferquote dann bei 50 000 Systemen liegen.

IDC nahm Kontakt zu Serie /1 - Anwendern auf, um den Grad der Akzeptanz dieses Minicomputers zu erforschen. Von den Anwendern, die auf die Anfrage reagierten, äußerten sich 75 Prozent rundherum zufrieden, während die verbleibenden 25 Prozent Unmut zu erkennen gaben - teils wegen Software-Problemen, teils wegen mangelnder Unterstützung durch IBM. Die Gruppe der Unzufriedenen besteht in der Hauptsache aus kleinen ("unsophisticated") Endanwendern; und IBM seinerseits hat zu verstehen gegeben, daß nicht beabsichtigt ist, dieser Gruppe eine über das übliche Maß hinausgehende Unterstützung zukommen zu lassen.

IBMs Härte gegenüber dem kleinen Endanwender eröffnet System- und Softwarehäusern, Beratungsunternehmen und Trainings-/Schulungszentren - nach Ansicht von IDC - viele Chancen. Und in der Tat stellen die Marktforscher fest, daß IBM sich auf dem Serie /1-Markt einstweilen couragierten unabhängigen Dienstleistungsfirmen gegenübersieht. Dabei ist zu bedenken, daß IBM überall in den USA Seminare veranstaltet hat, um Endanwendern, Systemhäusern und unabhängigen Software- und Peripherie-Lieferanten Einzelheiten zu Serie /1-Schnittstellen-Spezifikationen nahezubringen.

Trotz IBMs vermehrter Aggressivität beim Vermarkten der Serie /1 und den

jüngsten Erfolgen in der Mini-Welt wird die Serie /1 auf dem sehr vitalen Minicomputer-Markt kaum Bäume ausreißen, glaubt IDC. Sogar die für 1983 vorherzusehenden Milliarden-Einnahmen werden einen Marktanteil- von gerade eben elf Prozent repräsentieren - ein

müder Abklatsch von dem, was IBM gemeinhin für sich verbucht. Auf den meisten ihrer Teilmärkte - so glaubt IDC - wird die Serie /1 nicht an die Werte herankommen, die andere Minicomputer-Hersteller wie Digital Equipment, Hewlett-Packard und Data General erreichen werden. Vielmehr dürfte IBM die Wirkung seiner Serie /1 bei anderen eigenen Produkten verspüren, namentlich den Systemen 8100 und 4300, mutmaßt IDC.