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24.08.2001 - 

Bereits im Betriebssystem implementiert

IBM setzt auf Partitionierung

MÜNCHEN (CW) - IBM ließ erste Informationen über die neuen "p"-Server (Codename "Regatta") durchsickern, die mit AIX 5L und Power-4-Chips bestückt sein werden. Augenmerk liegt auf der Fähigkeit zur logischen Partitionierung.

Big Blue streut derzeit Interna über die Entwicklung zukünftiger Unix-Server ("p-Series") aus, bei denen es vordringlich um die Fähigkeiten zur logischen Partitionierung (LPAR) geht. Die Regatta-Maschinen sollen unter dem Betriebssystem AIX 5L arbeiten, das IBM zusammen mit anderen Herstellern im "Monterey"-Projekt entwickelt hat. Timothy Prickett-Morgen vom englischen Branchendienst "Computerwire" vermutet hinter der absichtlichen Indiskretion die Bemühungen von Hewlett-Packard, das ebenfalls an einem Konzept zur virtuellen Partitionierung für die Server-Reihe "HP 9000" arbeitet. Offenbar verwenden beide Unternehmen ähnliche Techniken.

IBM hat das LPAR-Konzept bislang nur für die Mainframes ("z-Series") und die Mittelklasse-Maschinen "i-Series" (früher AS/400) verwendet. Insider führen die Verkaufserfolge von Suns "E-10000"-Maschine ("Starfire") nicht zuletzt auf die Fähigkeit zur Partitionierung zurück. Allerdings setzt Sun dabei auf das "Domain"-Konzept, das ursprünglich von Supercomputerhersteller Cray entwickelt worden war. Durch die Übernahme von Cray kam das Know-how zu Sun und wurde dort für die Solaris-Maschinen adaptiert und verbessert.

AIX und LinuxIBM will für die neuen p-Series-Server unter AIX 5L angeblich weder dieses noch das hauseigene LPAR-Konzept verwenden, sondern eine alternative - und bessere - Methode. So sollen Regatta-Kunden CPU-, Memory- und I/O-Ressourcen nahezu unabhängig von der zugrunde liegenden Hardware konfigurieren können. Zudem soll eine fraktale Partitionierung möglich sein, bei der sich Teile des Prozessors, des Hauptspeichers oder der Bandbreite zu einer Partition zusammenfassen lassen. Damit würde sich IBM mit AIX 5L an das hauseigene OS/400 anlehnen, das Ähnliches erlaubt. Die AS/400-Labors in Rochester, Minnesota, ernteten schon früher Meriten, da ihre Implementierung der "Power-Architektur" auch für die RS/6000-Maschinen (jetzt p-Series) zum Zuge kam.

Eingebunden in die LPAR-Entwicklung von AIX 5L ist auch der Workload-Manager (WLM), der neben dem physikalischen Hauptspeicher und den Zeitscheiben der CPU auch die Festplatten-Bandbreite kontrolliert. Mit dem verbesserten WLM sollen sich dann bis zu 270 einzelne Klassen unterstützen lassen, hundertmal mehr als bisher. Zudem sollen sich damit für Anwendungen bei Bedarf auch dynamische Reallokationen von Ressourcen vornehmen lassen. Wie IBM erklärte, sollen die Regatta-Server neben AIX-5L- auch Linux-Partitionen enthalten können. Dazu dürfte Big Blue einen Firmware-Layer einziehen, der den "Hypervisor" überflüssig macht, der bislang bei den Modellen der i- und z-Series jeweils in der ersten Partition abgelegt ist und die anderen Partitionen überwacht.