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Für Speichernetze und Grid-Computing


09.05.2003 - 

IBM setzt bei On-Demand-Initiative auf Virtualisierung

MÜNCHEN (kk) - Anfang Mai hat IBM weitere Schritte auf dem Weg zum "E-Business on Demand" vorgestellt. Herausragend sind dabei Virtualisierungstechniken für Grid-Computing und den Speicherbereich.

Im Bereich Grid-Computing bringt Big Blue derzeit branchenspezifische Angebote etwa für die Erdöl-, Elektronik- oder Düngemittelindustrie auf den Markt. Zusammen mit Software- und Middleware-Herstellern, Systemintegratoren und sonstigen Business-Partnern wie Cisco arbeitet IBM an einem "Grid Ecosystem", das diese Art des Verbundrechnens schneller für die Unternehmen tauglich machen soll. Nach Ansicht von Tom Hawk, IBMs Verantwortlichem für Grid Computing, lässt sich dieses Vorhaben nur mit Partnern und gestützt auf offene Standards wie die "Open Grid Services Architecture" (OGSA) realisieren.

IBM kündigte jetzt an, die hauseigene Middleware "Websphere" mit Virtualisierungsfunktionen für Grid-Computing auszustatten. Unternehmen hätten damit die Möglichkeit, Anwendungen, die auf unterschiedlichen Servern liegen und auf die verschieden oft zugegriffen wird, als eine einheitliche Umgebung zu verwalten und sie automatisch auf Änderungen reagieren zu lassen. Beispielsweise würde sich eine große Website, die über mehrere Grid-Server verteilt ist, bei Bedarf, etwa zum Sommerschlussverkauf, automatisch mehr Rechenressourcen reservieren können.

Einheitliche Sicht auf alle Festplatten im SAN

Mit der Virtualisierung von Ressourcen beschäftigen sich auch zwei Produkte aus dem Speicherbereich, wo IBM jetzt endlich auch Lösungen vorweisen kann. Der "SAN Volume Controller" (SVC) virtualisiert die in unterschiedlichen Speichersubsystemen enthaltenen Festplatten eines Speichernetzes (SAN) und stellt sie als einen einzigen Storage-Pool dar. Die "In-Band"-Lösung, das bedeutet, dass die Hard- und Software für die Virtualisierung im SAN eingeklinkt ist, besteht aus zwei jeweils geclusterten X-Server-Knoten mit Dual-Pentium-CPUs. Dabei sind die beiden Rechner des einen Cluster-Verbunds jeweils aktiv geschaltet, und das zweite Paar als Standby-System kommt nur bei Ausfall der beiden aktiven Server zum Einsatz. Jeder Knoten enthält 4 GB Cache-Speicher und arbeitet mit einem Linux-Betriebssystem-Kernel.

IBM erwartet sich von der Lösung unter anderem eine bessere Auslastung der oft teuren Speichersysteme, die von derzeit rund 35 Prozent auf mindestens 60 Prozent steigen dürfte. Die ersten SAN Volume Controller werden nur die hauseigenen Speicher virtualisieren können, später sollen auch die Speichersilos der Mitbewerber bedient werden. Geplant ist zudem, bis zu 32 SVCs kaskadieren zu können, falls mehr Leistung benötigt wird.

Die zweite Ankündigung zur Virtualisierung betrifft das File-System in einem SAN. Dazu kommt unter dem schon lange bekannten Namen "Storagetank" ein Metadaten-Controller auf den Markt, der alle File-Systeme im SAN enthält. Die Hardware dazu besteht wiederum aus geclusterten X-Series-Servern unter Linux.

Die Intelligenz verlagert sich vom Server zu Storagetank

Die angeschlossenen Server erhalten ein Stück Software, um mit dem Storagetank-System kommunizieren zu können. Anfragen eines Anwenders nach einem bestimmten File werden über den Server (das kann ein Linux-, Windows-, Solaris oder HP-UX-Server sein) an Storagetank weitergeleitet. Dort können automatisch ablaufende Routinen, Service- und Sicherheitsrichtlinien festgelegt werden, nach denen die Verwaltung der Dateien zu erfolgen hat.