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27.11.1992 - 

Weniger Fertigungs-Jobs durch mehr Produktivität

IBM-Spin-off Lexmark glaubt an Erfolg beim Freischwimmen

KÖLN (see) - Mit zirka 200 Millionen Mark Umsatz und einem operativen Plus ist die Lexmark Deutschland GmbH aus dem letzten Geschäftsjahr hervorgegangen. Das sagte Helmut Meyer, Marketing- Chef der im März 1991 ausgegliederten IBM-Abteilung für PC-Drucker, Tastaturen, Schreibmaschinen und Zubehör, der COMPUTERWOCHE.

Obwohl bei der deutschen Tochter insgesamt ein Minusergebnis nach Abführungen an die Muttergesellschaft eintrat und obwohl die Lexmark International Inc. 175 Fertigungsstellen bis Jahresende 1992 abbaut (vgl. CW Nr.40 vom 2. Oktober 1992, Seite 6), bewertete Meyer den Geschäftsverlauf seit der Ausgliederung positiv. Ein Anzeichnen: Mit 65 Mitarbeitern gestartet, verfüge die deutsche Lexmark mittlerweile über zirka 100 Kräfte, überwiegend im Vertrieb. Nach Auskunft der Muttergesellschaft wurden in den USA im laufenden Jahr 100 Vertriebsmitarbeiter - in erster Linie für die Großkundenkontakte - und 150 technische Angestellte verpflichtet. Daß andererseits, vor allem in der Produktion, Arbeitskräfte überschüssig geworden seien, gehe auf die gestiegene Produktivität von Lexmark seit der Verselbständigung von IBM zurück.

Zumindest hierzulande hat Lexmark als eigenständiger Wettbewerber im heftig umkämpften PC-Druckermarkt noch kaum Profil. Mehr Nachfrage will Meyer demnächst durch eine Werbekampagne erzeugen; außerdem kündigte er ein Lexmark-Programm zur Anknüpfung neuer Händlerkontakte an.

Die Zukunftspläne seien auf das Druckergeschäft fokussiert, wo man gegenwärtig noch im Tintenstrahl- und Matrix-Segment auf Canon-Druckwerke zurückgreift, diesen Bereich aber binnen zwei Jahren auf eine eigene technologische Basis stellen will. Seit dem Buy-out hat Lexmark nach den Worten von Chairman Marvin Mann "im Schnitt alle sechs Wochen" einen neuen Drucker vorgestellt.