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09.10.1974

IBM-Star-Anwender geht fremd mit TICS

Grenzach - Einer der ersten Anwender des TP-Monitors CICS, Hoffmann La Roche, stellt gegenwärtig um auf TICS.

"Wir kommen jetzt mit 70 K Kernspeicher aus. Vorher brauchten wir immerhin 138 K. Das ist wirklich Grund genug", erklärte EDV-Chef Engelbert Weber, befragt nach den Gründen für "den Systemsoftware-Wechsel. Die Nachricht kam überraschend. Wohl auch für die IBM. Denn:

Weber war der Star-Anwenden CICS-Benutzern. In der "Mannheim Seminaren" und den "IBM richten" hatten er sich in jüngster Zeit als Kenner der TP-Anwendungspraxis profiliert. Ist das Verhältnis zur IBM gestört? Dazu Weber: "Ganz im Gegenteil. Es ist ausgezeichnet und so wird es wohl auch bleiben. Daran hat ja auch unsere Entscheidung für den Einsatz von Mixed-Hardware nichts ändern können. Aber es kann niemand von uns verlangen, mit dem komplizierten CICS-Monitor zu arbeiten, auf dem Markt einfach zu handhabende und in der Leistung gleichwertige Fremd-Software angeboten wird. Ganz abgesehen von der erheblichen Kernspeicherreduzierung "finanziellen Vorteilen."

Die Feststellung, mit dem GTE-Monitor TICS sei eine Halbierung des Kernspeicherbedarfs zu erreichen, läßt Weber allerdings nicht gelten: "Mit CICS wurde im Dialog-Mode gearbeitet. TICS dagegen läuft im Transaction-Mode. Hätten wir den Dialog-Mode beibehalten, so wäre man bei etwa 90 K gelandet."

Aber auch eine Einsparung von 35 Prozent ist eine nicht übersehbare Referenz für TICS. Auf ein uneingeschränktes Votum für TICS möchte sich Weber ("wir sind heute mehr als zufrieden") nicht festlegen. Geprüft wurden, auch andere Produkte und die Entscheidung fiel Weber nicht leicht: "Ich halte das Task/Master für mindestens gleichwertig. Der Anbieter (Pragma, München) war jedoch im Gegensatz zu GTE nicht zu einer Probeinstallation bereit. So fielen die Würfel eben zugunsten von TICS."

Hoffmann La Roche hat die Umstellungsarbeiten noch in diesem Monat abgeschlossen. Der Arbeitsaufwand war groß. 60 Programme mußten umgeschrieben, werden.

Ein Anwender, der solche Schwierigkeiten auf sich nimmt, muß gute Gründe dafür haben. Weber jedenfalls zeigt sich zufrieden: "Die Umstellung war vernünftig und hat sich gelohnt. Wir werden nicht die letzten sein, die sich von CICS trennen.