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26.01.2001 - 

Z-Server bringt 500 Millionen Dollar ein

IBM steigert den Jahresumsatz konzernweit um ein Prozent

Gerademal um ein Prozent konnte IBM den Jahresumsatz von 87,5 Milliarden im Geschäftsjahr 1999 auf jetzt 88,4 Milliarden Dollar hieven. Etwas kräftiger wuchs der Konzerngewinn: Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Profit von 7,7 Milliarden auf 8,1 Milliarden Dollar um 4,9 Prozent. Ohne den 1999 bilanzierten Verkauf der Global Networks im Wert von 750 Millionen Dollar hätte sich der Anstieg auf rund 16 Prozent belaufen. Vor allem im letzten Quartal konnte IBM sein Geschäft ankurbeln. Für die letzten drei Monate des Fiskaljahres meldete der Konzern einen Gewinn von 2,7 Milliarden bei einem Umsatz von 25,6 Milliarden Dollar, das sind sechs Prozent mehr als im Vorjahresvergleich.

Im Hardwaregeschäft gelang es IBM, um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 11,4 Milliarden Dollar zuzulegen. Das Resultat wirkt allerdings nur auf den ersten Blick beeindruckend, schließlich darf nicht vergessen werden, dass Big Blue im vierten Quartal 1999 einen erheblichen Umsatzeinbruch - in der Hardwaresparte um exakt diese zehn Prozent - hatte verzeichnen müssen. Auch über das gesamte Geschäftsjahr 2000 gesehen, verzeichnet Big Blue keinen Umsatzanstieg in diesem Segment. Das Unternehmen meldete mit Hardwareeinnahmen von 37,8 Milliarden Dollar nahezu dasselbe Ergebnis wie im Vorjahr (37,04 Milliarden Dollar).

Das Softwaregeschäft schrumpft weiter

Immerhin ist es dem Unternehmen bereits zum zweiten Mal in Folge gelungen, schwarze Zahlen im PC-Geschäft zu schreiben. Für den Anfang 2000 noch defizitären Sektor meldete IBM einen Quartalsumsatz von 4,7 Milliarden sowie einen Gewinn von 34 Millionen Dollar. Umsatztreiber war jedoch nicht das Geschäft mit den Desktop-Rechnern - dieses ging sogar um drei Prozent zurück -, sondern der Verkauf von Portables und den auf PC-Basis gebauten Netfinity-Servern, die IBM der PC-Bilanz zuordnet.

Einen wesentlichen Beitrag zu dem Quartalsergebnis leistete die neue Mainframe-Serie "Z-Server". Obwohl die Maschinen erst Mitte Dezember auf den Markt kamen, verbuchte IBM hier bereits Einnahmen von 500 Millionen Dollar. Wie ein Sprecher des Unternehmens mitteilte, sei der Verkauf der Rechner schon seit der Ankündigung im Oktober angelaufen, und IBM habe Mühe, mit der Nachfrage Schritt zu halten. In Deutschland wurde das Modell unter anderem von der Deutschen Bank, der Commerzbank sowie der Dresdner Bank erworben.

Im Bereich Global Services, laut Konzernchef Louis Gerstner das künftig wichtigste Geschäftsfeld, verzeichnete IBM einen Umsatzanstieg um fünf Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar im vierten Quartal. Über das volle Geschäftsjahr kletterte der Betrag um drei Prozent von 32,2 Milliarden auf 33,2 Milliarden Dollar. Einzig in der Softwaresparte kann IBM nur negative Resultate vorweisen. Sowohl im Quartals- als auch im Jahresvergleich schreibt Big Blue hier einen Rückgang um einen beziehungsweise einen halben Prozentpunkt: Von Oktober bis Dezember lag der Umsatz bei 3,6 Milliarden Dollar, für das Jahr 2000 bei insgesamt 12,6 Milliarden Dollar.

Der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr ist weiterhin optimistisch, auch wenn Gerstner in einer Telefonkonferenz erklärte, dass es "Unwägbarkeiten im Wirtschaftsklima der USA" gebe. Die gute Positionierung in Europa und Asien könne helfen, die Prognosen für 2001, die sich auf ein Wachstum "im oberen einstelligen Bereich" bewegten, einzuhalten.