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08.09.1995

IBM stellt mit Switched Virtual Network ATM-Konzept vor Anwender nehmen Anbietern ATM-Versprechungen nicht ab

FRAMINGHAM (IDG) - Fuer den Herbst rechnen Marktbeobachter mit einer erneuten Ankuendigungswelle in Sachen ATM-Produkte. Hauptgrund fuer die Offensive der Hersteller ist die Zurueckhaltung im Lager der Anwender: Sie migrieren nur zoegerlich auf das High- speed-Switching-Verfahren. Verantwortlich dafuer sind ueberzogene Versprechen sowie nichtkompatible Produkte.

In ihrem Bemuehen, den Kunden ATM als Netztechnologie schmackhaft zu machen, muessen die Hersteller ihre Anstrengungen forcieren. Bislang sind die Netzplaner in den Unternehmen den marktschreierischen ATM-Offerten der Produzenten jedenfalls nicht auf den Leim gegangen. Als Crux erweisen sich dabei nach Ansicht der Analysten vor allem die sogenannten ATM-Architekturen, die gegenwaertig kaum halten, was sie versprechen.

Im diesem Zusammenhang werden an der Produktpolitik der Hersteller insbesondere folgende Kritikpunkte laut: Kaum ein Anbieter haelt eine durchgaengige Produktpalette vom ATM-Adapter bis hin zum Backbone-Switch bereit, und wenn mehrere ATM-Komponenten im Portfolio sind, lassen sie zumeist eine uebergeordnete Architektur vermissen. Verstaerkt wird diese Problematik durch die zahlreichen Akquisitionen in juengster Zeit. Produzenten wie zum Beispiel Cisco oder 3Com stehen durch Uebernahmen vor der schwierigen Aufgabe, mehrere unterschiedliche Produktlinien unter einen Hut bringen zu muessen.

Cisco versucht das Problem durch die Integration der intern entwickelten Software Internetworking Operating System (IOS), die eine Reihe von ATM-Features unterstuetzt, in den Griff zu bekommen.

Hersteller tuefteln fieberhaft an ATM-Komplettloesungen

Nicht nur bei Cisco, sondern auch bei den meisten anderen ATM- Anbietern reift unterdessen die Erkenntnis, dass sich der Anwender nur mit Flickwerk nicht zur Migration bewegen laesst. Der Schluessel zum Erfolg kann nur in kompletten ATM-Netzkonzepten liegen, woran die Hersteller jetzt fieberhaft arbeiten. Die besten Chancen, ein durchgaengiges ATM-Portfolio anbieten zu koennen, raeumen Experten IBM, Bay Networks und Newbridge ein.

Hinsichtlich einer einheitlichen ATM-Architektur hat Big Blue vergangene Woche Zeichen gesetzt. Nach langem hin und her liess IBM mit Switched Virtual Network (SVN) die Katze aus dem Sack - ein Konzept, das Anwendern helfen soll, von bestehenden Applikationen und Komponenten auf ATM zu migrieren. SVN kombiniert existierende IBM-Techniken mit geplanten und basiert auf Peripherie- und Backbone-Switching sowie Network Broadband Services (NBBS).

NBBS faellt dabei die Schluesselrolle zu, als Kontrolleinheit sowohl fuer die virtuellen LAN-Verbindungen als auch Bandbreitenanforderungen und Congestion Control zu gewaehrleisten. Sollte es IBM gelingen, NBBS in die Hubs, Bridges und Router der Nways-Linie sowie die Desktops zu implementieren, waere innerhalb einer ATM-Umgebung durchgaengig eine End-to-end-Kontrolle moeglich.