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19.11.1998 - 

Konkrete Strategien sind Mangelware

IBM-Studie: Wissens-Management stößt auf zunehmendes Interesse

MÜNCHEN (CW) - Systematisches Wissens-Management ist weiter verbreitet als bisher angenommen. Das ergab eine von IBM in Auftrag gegebene Studie.

Schenkt man der Erhebung Glauben, planen 70 Prozent aller Unternehmen zur Stärkung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit ein oder mehrere Knowledge-Management-(KM-)Projekte. Weniger als 20 Prozent verfügen allerdings über eine geeignete Strategie. Eine Mehrheit der Befragten glaubt, daß ihre Unternehmenszukunft vom effizienten Umgang mit Wissensressourcen abhängt. Gleichzeitig bewerteten jedoch 60 Prozent ihre gegenwärtige Leistungsfähigkeit in diesem Bereich mit schlecht bis sehr schlecht.

Die meisten der befragten Organisationen sehen sich bei Knowledge-Management-Projekten vor allem kulturell begründeten Schwierigkeiten gegenüber. Insgesamt kämpfen 90 Prozent mit der Frage, wie individuell vorhandenes Wissen explizit und allgemein zugänglich gemacht werden kann: "Diese Studie offenbart, daß die Einführung von Knowledge-Management viele Unternehmen vor eine größere Herausforderung stellt, als zunächst angenommen wird", erklärt David Harvey, Director Business Intelligence bei der IBM. "KM-Projekte, die auf das Erzielen von Wettbewerbsvorteilen ausgerichtet sind, haben dabei größere Erfolgschancen als Projekte, die sich eher um den Aufbau von internen Wissenskapazitäten oder Infrastrukturen drehen." "The Confederation of British Industry" (CBI) und Big Blue haben zu diesem Thema ein Handbuch herausgegeben: "The Real Business Guide to Knowledge-Management". Darin erläutern KM-Spezialisten und -Praktiker, was unter Knowledge Management zu verstehen ist, wie intellektuelle Unternehmenswerte zu bewerten sind und wie Technologie richtig eingesetzt wird.

Die Zahlen der Studie basieren auf den Antworten von 126 Organisationen in Großbritannien (49 Prozent), anderen europäischen Staaten (30 Prozent) und elf weiteren Ländern außerhalb Europas. Befragt wurden vor allem Unternehmensberater (22 Prozent), Finanzdienstleister (17 Prozent), IT-Unternehmen (elf Prozent) und die Fertigungsindustrie (zehn Prozent). Ebenfalls vertreten waren Pharma, Banken, Chemie, Konsumgüterhersteller, der öffentliche Sektor, der Einzelhandel, das Verlagswesen, sonstige Dienstleister, das Transportwesen und die Energieversorger. Für die Studie ausgewählt wurden Organisationen aller Größenordnungen, von multinationalen Konzernen bis hin zu kleinen Betrieben. Große Unternehmen oder Unternehmenseinheiten waren dabei in der Überzahl. Im Falle der Unternehmensberater wurden sowohl Repräsentanten internationaler Organisationen wie auch Mitarbeiter kleinerer Büros befragt.

Basis

Befragt wurden Chief Executive Officers (CEOs), (sechs Prozent), General Manager (sechs Prozent), Direktoren (22 Prozent), Vice-Presidents (neun Prozent), Manager (29 Prozent) sowie Inhaber anderer Funktionen (23 Prozent) und sonstige (sechs Prozent) aus den Bereichen Informationstechnologie, Qualitätswesen, Marketing, interne Unternehmensberatung, Strategie und Unternehmensplanung.