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Nur Laufwerke aus US-Herstellung betroffen:


23.01.1987 - 

IBM tauscht 3380-Kopfeinheiten um

MÜNCHEN (CW) - Meldungen aus den USA, denen zufolge Big Blue in einer mehr als 100 Millionen Dollar teuren Aktion bei rund 40 000 Plattenspeichern des Typs 3380 AA4, AO4 und BO4 die Kopf-Platte-Baugruppe austauschen muß, betreffen den deutschen Markt offenbar nicht.

Eine telefonische Anwenderumfrage der COMPUTERWOCHE ergab, daß bei keinem der Gesprächspartner Probleme mit diesen Plattenspeichern in signifikanter Häufung aufgetreten seien. Zum größten Teil waren die fraglichen Plattenspeicher ohnehin schon gegen die nicht betroffenen neueren Modelle D und E ausgetauscht worden.

Das Phänomen, daß die Ausfälle in Deutschland so viel seltener aufgetreten sind, erklärte ein Firmensprecher von Big Blue mit der Fertigungsstruktur des Unternehmens: Die für den europäischen Markt vorgesehenen Laufwerke werden in Deutschland hergestellt, während die Problemmaschinen der US-Produktion entstammten.

Der Austausch, von einem US-Unternehmenssprecher als obligatorisch im Sinne der Kundendienst-Vereinbarungen bezeichnet, betrifft drei Modelle der 2,5 Gigabyte fassenden Direct Storage Device (DASD) vom Typ 3380: AO4, BO4 und AA4 des Produktionszeitraumes 1982 bis 1985.

Das Problem resultiert aus der Freisetzung zweier flammhemmender Substanzen, Antimon und Brom, die auf Plastikteile des Lufteinlasses aufgebondet waren. Nach einiger Zeit können sich Partikel aus der Oberfläche lösen und ins System gelangen, wo sie sich unter Umständen am Kopf ansammeln und den Headcrash auslösen.

Um diese Probleme künftig zu vermeiden, ersetzt Mother Blue vier Bestandteile des "Head Disk Assembly". In den neuen Baugruppen verwendet der Hersteller eine neue Bondmethode, ließ IBM wissen. Der Sprecher erklärte, nur an einem, "sehr kleinen Prozentsatz" der fraglichen Laufwerke seien wirklich Probleme aufgetreten, mochte aber keine Zahlen nennen. Bei Ausfällen habe das Unternehmen die Geräte im Rahmen der Garantie ausgetauscht.

Ein Anwender mit etwa 200 Plattenspeichern der fraglichen Serien berichtete, bei ihm seien seit Mai 1986 vier Einheiten ausgefallen, was eine Quote von zwei Prozent darstellen würde. Ein anderer User hatte bei seiner Anlage sechs Abstürze zu verzeichnen. Dieser Betreiber erklärte, er habe seine diesbezüglichen Erfahrungen mit einem runden Dutzend Fachkollegen ausgetauscht, wobei man auf eine Summe von 48 Abstürzen gekommen sei.