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01.05.1992 - 

Digitale Signalprozessoren für PS-Modelle

IBM, TI und Intermetrics starten Multimedia-Projekt

FREISING (pi) - Texas Instruments (TI), IBM und Intermetrics entwickeln gemeinsam an dem Multimedia-Subsystem "Mwave", das sich, so hoffen die Unternehmen, als Industriestandard für Multimedia-Systeme durchsetzen wird. Ziel des Gemeinschaftsprojekts sei, die in Echtzeit arbeitenden digitalen Signalprozessoren (DSP) in die Personal-System-Familie von IBM-PCs zu integrieren.

Wie die Freisinger Niederlassung des Chip-Herstellers meldet, ist unter der Mwave-Plattform eine Multimedia-Umgebung zu verstehen, die alle erforderlichen Hard- und Softwarekomponenten für die Entwicklung von multimedialen Produkten umfaßt. Das Subsystem wird auf DSPs basieren und soll Verarbeitungsaufgaben übernehmen, für die heute noch zahlreiche Zusatzkarten erforderlich seien.

Bei den DSPs handelt es sich den Angaben zufolge um Mikroprozessoren, die Signale in Echtzeit verarbeiten. Diese Bausteine sind zwar bereits auf Zusatzkarten erhältlich, berichtet TI. Geplant sei jedoch eine neue Generation von digitalen Signalprozessoren, deren spezielle Fähigkeiten zu einem Subsystem zusammengefaßt werden sollen. Die Mwave-DSP-Plattform biete dem Anwender dadurch separate Funktionen, die zueinander kompatibel sind, was Einzelkarten nicht immer garantieren würden. Ferner bestehe die Möglichkeit, die jeweiligen Features zu kombinieren und gleichzeitig abzurufen.

Die Unternehmen planen den Freisingern zufolge, ein DSP-Betriebssystem sowie für Software-Entwickler einen Applikations-Manager zu integrieren. Ferner will man eine Anwendungs-Programmierumgebung für MS-Windows, DOS und OS/2 realisieren.

Die ersten Produkte von TI und Intermetrics sollen bereits 1992 vorgestellt werden. Das Abkommen sieht vor, daß Texas Instruments die IBM mit Mwave-Produkten beliefert sowie für andere Computer- und Zusatzkarten-Hersteller eine Komplettlösung anbietet. Von Intermetrics soll Big Blue die Software-Entwicklungswerkzeuge erhalten. Diese sollen auch anderen Softwarehäusern und Systemherstellern zur Verfügung stehen. Nach TI-Angaben hat IBM vor, das Mwave-Subsystem in die Sprach- und Bildverarbeitungs- sowie die Kommunikationsprodukte zu integrieren. Die ersten IBM-Lösungen sollen 1993 verfügbar sein.