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Der PC hört mit

IBM-Tool versteht kontinuierliches Sprechen

04.07.1997

In der Anwendungssparte Spracherkennung gibt es derzeit kaum ein Produkt, das die natürliche (kontinuierliche) Sprechweise unterstützt: Die meisten Tools arbeiten als Einzelworterkenner und erfordern eine künstliche Pause zwischen den Wörtern. Ausnahmen bilden hier lediglich Spezialanwendungen. So bietet IBM mit "Medspeak Radiology" für Radiologen beispielsweise ein Continous-Speech-System an. Bei Viavoice handelt es sich nun um die erste Software des Herstellers, die auf Basis eines allgemeinen Wortschatzes die kontinuierliche Sprache während des Diktats beherrscht.

Viavoice wird voraussichtlich ab September für knapp 500 Mark zur Verfügung stehen, bis Jahresende soll dann eine erweiterte "Gold"-Version folgen. Bis zu 140 Wörter lassen sich pro Minute in das Programm eingeben - das ist deutlich mehr, als die meisten Schreibkräfte tippen können. Das Diktat kann direkt in eine Textverarbeitung erfolgen, unterstützt werden die wichtigsten europäischen Sprachen: Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch.

Bei dem Produkt "Simply Speaking Gold" handelt es sich um den Nachfolger der "Voicetype Simply Speaking Home Edition" für Windows 95, deren Preis von 200 auf 130 Mark gesenkt wurde. Er ist ab diesem Monat für rund 250 Mark erhältlich und unterstützt ebenfalls das Diktat in Programme wie Wordpro oder Winword. Da bei Simply Speaking Pausen erforderlich sind, ist die Leistung auf bis zu 100 Wörter pro Minute begrenzt. Für Internet-Surfer wichtig: Der Zugang via Netscape-Browser ist integriert. Über 20 Sprachkommandos wie "go to", "open location" oder "add voicemark" ist Surfen per Stimme möglich. Außerdem lassen sich per Spracheingabe auch Systemfunktionen zur PC-Steuerung aufrufen.

Beide Programme benötigen Herstellerangaben zufolge mindestens einen 100-Megahertz-Pentium-Prozessor, besser ist ein 166-Megahertz-MMX-Chip, sowie eine 16-Bit-Standard-Soundkarte.

Sonja Hübner ist freie Journalistin in Stuttgart.