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24.07.1987 - 

Kleinere Bildschirm-Anbieter sollen erdrückt werden:

IBM trumpft mit ASCII-Terminals auf

FRAMINGHAM (CWN) - Der Branchenprimus schlägt erneut zu: diesmal auf dem Markt für ASCII-Terminals, in dem sich bislang Dutzende kleiner Anbieter mit Anteilen um die zehn Prozent tummelten. Mit diesem Anteil galten Unternehmen bis dato noch als einflußreich, wenn nicht dominierend.

Preiskämpfe unter den Unternehmen spielten sich im Dollarbereich ab; als mächtigstem Hersteller zollten die Konkurrenten der Wyse Technology Respekt, die ihrerseits jedoch 200mal kleiner ist als IBM. Mit dem Announcement eines ASCII-Terminals für 399 Dollar hat Big Blue jetzt das Marktgefüge zerstört. Denn der Preis für die Display-Station 3151 liegt nicht nur 42 Prozent unter dem ehemaligen IBM-Modell, auch andere Anbieter können bei diesem Niveau nicht mithalten.

Außerdem bietet das System 3151 auch technische Neuheiten. Das Gerät kann neben IBM-ASCII-Hosts auch an andere Zentralrechner, beispielsweise von DEC, angeschlossen werden. Daß sämtliche Einzelteile in den USA gefertigt werden, erachten Marktkenner als einen weiteren strategischen Schachzug, mit dem Big Blue jene Anwender ansprechen will, die ihren DV-Bedarf nach dem Motto "Buy American" decken.

Zwar wird IBM diesen Marktsektor nicht vollständig übernehmen, aber, so analysiert die International Data Corp., der Verdrängungskampf wird gerade kleinere Unternehmen von der Bildfläche verschwinden lassen. Im vergangenen Jahr lag Wyse Technology mit einem Exportvolumen von 281 000 Terminals noch weit vor IBM, die lediglich 39 000 Systeme nach Übersee lieferte.