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22.10.1993 - 

Spekulationen ueber Taligent-Zukunft

IBM ueberprueft ihr Engagement bei weltweit ueber 500 Partnern

LONDON (CW) - Big Blue will sein finanzielles Engagement bei weltweit ueber 500 Partnerunternehmen kuenftig drastisch einschraenken. Das meldete der britische Branchendienst "Computer- gram" unter Berufung auf die zu "USA Today" gehoerende Nachrichtenagentur "Gannett News Service".

Am Freitag vergangener Woche habe "Gannett" gemeldet, dass die IBM Corp. im Zuge der Massnahmen zur Kostensenkung Hunderte von Allianzen mit anderen Unternehmen entweder aufloesen oder stark veraendern wolle. Aufgrund dieser Agenturmeldung stuft "Computergram" den geruechteweise bekanntgewordenen Verkauf der Anteile an Hogan Systems Inc. und die Suche nach einem Kaeufer fuer die Anteile an der Policy Management Systems nur als Spitze des Eisbergs ein.

Zwar habe Big Blue die Meldung nicht kommentiert, aber Insider wollen wissen, dass Gerstner und seine Mitarbeiter dabei sind, unter den ueber 500 durch finanzielle Beteiligungen mit der IBM verbundenen Unternehmen die Gewinner und Verlierer zu ermitteln. Bisher seien jeweils zwoelf von jeder Sorte identifiziert worden. Zu den Gewinnern zaehle beispielsweise der Online- Informationsdienst Prodigy, ein Joint-venture zwischen Big Blue und Roebock & Co.

Wer nach dem Aussortieren uebrigbleibt, kann mit weiterer finanzieller Unterstuetzung rechnen. Die als weniger leistungsstark eingestuften Partner muessen sich damit abfinden, dass IBM die Verbindungen zu ihnen so schnell wie moeglich loest, berichtet "Computergram" unter Berufung auf die US-Agentur. Acht der zwoelf bisher feststehenden Verlierer seien bereits ueber ihr Schicksal informiert worden, darunter auch die im Banksoftware-Markt engagierte Hogan Systems.

Die verbleibenden 450 Partner wurden noch nicht endgueltig klassifiziert. Ihr langfristiges Schicksal gilt als unsicher. Zu diesen Unternehmen zaehlt laut "Computergram" auch Taligent Inc., das Software-Joint-venture zwischen Big Blue und Apple, das zur Zeit mit Hochdruck an einem objektorientierten Microkernel- Betriebssystem arbeitet. Wie "Gannett" ausserdem meldet, spekulieren einige IBM-Beobachter darueber, ob Big Blue das Projekt - das die Armonker vier Millionen Dollar pro Monat kosten soll - nicht ebenfalls aufgeben wird.