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27.09.2002 - 

Exklusiver Vertrag über Technologieaustausch

IBM und Intel schließen Blade-Pakt

MÜNCHEN (CW) - Künftig werden IBM und Intel Hard- und Softwarekomponenten für kompakte Blade-Server in enger Kooperation entwickeln und ihr technologisches Wissen auf diesem Gebiet austauschen.

Nachdem IBM vor Monaten den Vertrieb von Transmeta-basierenden Blade-Servern aus dem Hause RLX eingestellt hat, um künftig eigene Blades mit Intel-CPUs zu vertreiben, ist nun die Kooperation mit Intel erheblich erweitert worden. Big Blue und der Chiphersteller wollen eine gemeinsame Blade-Server-Roadmap vorlegen und Technologien für die kompakten Server künftig zusammen entwickeln. Die Kosten werden geteilt.

Ein zeitlich unbefristeter Vertrag sieht einen Austausch über alle Aspekte von Blade-Servern vor, er umfasst die Server, Chassis, Vernetzungstechniken und Administrations-Tools. Intel soll sich im Rahmen der Kooperation auf Prozessoren, Chipsets und Boards konzentrieren, während IBM seinen Schwerpunkt auf die Systemarchitektur und Management-Werkzeuge legen wird. Die während der Vertragsdauer entwickelten Techniken werden beide Unternehmen austauschen. Die Partner können diese nach eigener Maßgabe in ihren Produkten verwenden. IBM wird auf dieser Grundlage die "Bladecenter"-Systeme weiterentwickeln, Intel vertreibt seine Systeme über OEM-Partner.

Einigkeit besteht bisher darüber, Blades auf der Basis der CPUs Pentium 4 Xeon, Xeon MP und Itanium 2 mit den zugehörigen Chipsets von Intel zu entwickeln. Außer Servern dürften auch spezielle Speicher-, Networking- und System-Management-Blades zu erwarten sein, wie sie IBM bisher schon geplant hat. Intel und Big Blue sehen die Blades nicht nur im Zentrum Web-orientierter Anwendungen, sondern zunehmend als Rückgrat für rechenintensive Business-Applikationen und Datenbanken.

Erster Schritt zu Blade-Standards?

Die kombinierte Marktmacht der beiden Verbündeten könnte dazu führen, dass sich im bisher technologisch fragmentierten Blade-Markt Industriestandards etablieren, meint David Freund, ein Analyst von Illuminata Inc. "Im Grunde ist das ihre Intention, wenn sie jetzt beidseitige Standards für Blade-Größen, Chassis und Netzinfrastrukturen vereinbaren." Der letzte (und erste) von IBM allein entwickelte Blade-Server soll in wenigen Wochen allerdings noch unter dem Titel "Xcalibur" für die Serie "Bladecenter" auf den Markt kommen. (ls)